PayPal-Übernahme: Stripe und Advent bieten 53 Milliarden Euro
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 07:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das Fintech-Unternehmen Stripe und die Beteiligungsgesellschaft Advent International haben ein gemeinsames Angebot über rund 53 Milliarden Euro vorgelegt. Das berichten mit der Sache vertraute Kreise.
Das Angebot bewertet PayPal mit umgerechnet rund 60,50 Euro pro Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von 28 Prozent auf den jüngsten Schlusskurs. Finanziert wird der Deal durch zugesagte Bankkredite in Höhe von etwa 50 Milliarden Euro. Stripe und Advent sollen demnach jeweils 50 Prozent der Anteile halten.
Ein Deal mit Vorgeschichte
Erste Sondierungen gab es bereits im April. Die formelle Offerte folgte Anfang Juli. Die Due-Diligence-Prüfung ist weit fortgeschritten, berichten Insider. Die Bieter streben eine endgültige Einigung noch im Laufe dieses Monats an. Eine offizielle Stellungnahme von PayPal steht bislang aus.
Die Nachricht von der möglichen Übernahme ließ die PayPal-Aktie am Dienstag um knapp 15 Prozent im nachbörslichen Handel steigen. Ein Hoffnungsschimmer für ein Unternehmen, das in den vergangenen Jahren massiv an Wert verloren hat.
Vom Börsenstar zum Sanierungsfall
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Der Kontrast könnte kaum größer sein: 2021 war PayPal noch rund 360 Milliarden Euro wert. Bis 2026 schrumpfte die Marktkapitalisierung auf etwa 36 Milliarden Euro. Allein in den letzten zwölf Monaten verlor die Aktie mehr als 40 Prozent, seit Jahresbeginn weitere 18 Prozent.
Das Übernahmeangebot kommt inmitten eines tiefgreifenden Umbaus. CEO Enrique Lores hatte im März eine strategische Neuausrichtung eingeleitet. Im April wurde das Unternehmen in drei eigenständige Geschäftsbereiche aufgeteilt.
Gemischte Geschäftszahlen
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Trotz des Kursverfalls zeigen die jüngsten Quartalszahlen eine gewisse Stabilität. Im ersten Quartal 2026 erzielte PayPal einen Umsatz von 8,35 Milliarden Euro – ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das gesamte Zahlungsvolumen stieg um acht Prozent auf rund 464 Milliarden Euro.
Sollte die Übernahme gelingen, wäre es einer der größten Deals in der Geschichte der Fintech-Branche und des Private-Equity-Sektors. Stripe und Advent haben sich bislang nicht zu den Verhandlungen geäußert.
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