PayPal, Milliarden

PayPal Q2: 486 Milliarden Dollar Volumen, Gewinnziel angehoben

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 12:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PayPal übertrifft im zweiten Quartal die Erwartungen, hebt die Gewinnprognose an und treibt sein Sparprogramm voran. Das Übernahmeangebot von Stripe und Advent wurde abgelehnt.

PayPal übertrifft Erwartungen: Gewinnprognose steigt, Sparprogramm läuft
Digitaler Finanzarbeitsplatz mit Tablet, das Wachstumsdiagramme und Zahlungsdaten zeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Zahlungsdienstleister PayPal hat im zweiten Quartal die Markterwartungen übertroffen und seinen Gewinnausblick für 2026 angehoben. Der Konzern treibt zugleich sein Sparprogramm voran – und wehrt sich gegen Übernahmeversuche.

Starkes Quartal trotz Margendruck

PayPal verzeichnete von April bis Juni ein Zahlungsvolumen von 486,4 Milliarden Dollar – ein Plus von 9 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz stieg um 4,8 Prozent auf 8,68 Milliarden Dollar, währungsbereinigt lag das Wachstum bei 3 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 1,38 Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 1,28 Dollar deutlich.

Besonders die Tochterplattformen legten zu: Venmo steigerte sein Zahlungsvolumen um 14 Prozent, die Volumina im Dienstleistungsgeschäft wuchsen um 13 Prozent. Allerdings sank die operative Marge um 248 Basispunkte auf 17,4 Prozent – ein Zeichen für die anhaltenden Investitionen in die Transformation.

Ehrgeizige Ziele für das Gesamtjahr

Auf Basis dieser Ergebnisse hebt der Konzern seine Jahresziele an. Für 2026 erwartet PayPal nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von rund 5,38 Dollar. Die Transaktionsmarge soll etwa 15,6 Milliarden Dollar erreichen.

CEO Enrique Lores, seit Februar 2026 im Amt, treibt das Effizienzprogramm mit Nachdruck voran: Bis Ende des Jahres sollen 400 Millionen Dollar eingespart sein, mittelfristig plant der Konzern Einsparungen von insgesamt 1,5 Milliarden Dollar. Ein ehrgeiziger Plan – doch die Finanzmärkte zeigen sich bislang überzeugt.

Großinvestoren positionieren sich neu

Die strategische Neuausrichtung spiegelt sich in den Bewegungen institutioneller Anleger wider. Die Bank of America stockte ihren Anteil im ersten Quartal um fast 68 Prozent auf 25,6 Millionen Aktien auf – das entspricht rund 2,9 Prozent des Unternehmens. Auch kleinere Vermögensverwalter wie Arete Wealth Advisors erhöhten ihre Positionen deutlich.

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Nicht alle teilen den Optimismus: Gabelli Funds reduzierte sein Engagement um drei Viertel, die Gruppe La Française verkaufte ebenfalls Anteile. Insgesamt halten institutionelle Investoren weiterhin rund 68 Prozent der PayPal-Aktien.

Analysten reagieren mit angehobenen Kurszielen

Die Zahlen kamen an den Märkten gut an. JPMorgan erhöhte das Kursziel von 46 auf 65 Dollar, Mizuho zog von 50 auf 60 Dollar nach. Robert W. Baird und KBW setzten Ziele bei 57 beziehungsweise 70 Dollar. Jefferies stufte die Aktie auf „Kaufen" hoch, während andere Häuser neutral blieben.

Übernahmeangebot abgelehnt

Ein Konsortium um Stripe und Advent hatte PayPal ein Angebot von 60,50 Dollar je Aktie unterbreitet – insgesamt rund 53 Milliarden Dollar. Der Verwaltungsrat lehnte ab: Angesichts der laufenden Wende sei das Angebot unzureichend.

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Neuer Wettbewerb aus den USA

Während PayPal sich auf interne Effizienz konzentriert, meldet sich neue Konkurrenz: Der Dienst X Money startete Ende Juli in den USA und lockt mit 6 Prozent Zinsen auf Einlagen und 3 Prozent Cashback per Visa-Debitkarte. Die Einlagen sind dank einer Partnerschaft mit der Cross River Bank bis zu 10 Millionen Dollar abgesichert.

Dividende bleibt stabil

Anleger können sich weiterhin über regelmäßige Ausschüttungen freuen: PayPal zahlt eine Quartalsdividende von 0,14 Dollar je Aktie. Der Ex-Tag ist der 4. September, die Auszahlung erfolgt am 25. September. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 49 Milliarden Dollar, die Aktie notiert bei etwa 57 Dollar.

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