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PayPal Pay in 30 Days: Neues Angebot vor FCA-Regulierung am 15. Juli

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 00:02 Uhr, Redaktion boerse-global.de

PayPal führt mit 'Pay in 30 Days' eine flexible Zahlungsoption ein, zeitgleich mit dem Inkrafttreten strengerer BNPL-Regeln durch die britische Finanzaufsicht FCA.

PayPal startet 'Pay in 30 Days' in Großbritannien vor neuer FCA-Regulierung
Kreditkarte mit PayPal-Logo und digitalen Finanzdaten vor verschwommener Londoner Skyline in der Dämmerung, symbolisiert digitale Zahlungen und Regulierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

PayPal hat sein Portfolio um ein neues Produkt erweitert: Ab sofort können britische Kunden mit „Pay in 30 Days“ einkaufen und die Rechnung erst einen Monat später begleichen. Der Start erfolgt nur einen Tag vor der offiziellen Regulierung der gesamten Branche durch die britische Finanzaufsicht FCA.

Flexibilität ohne Zusatzkosten

Das neue Angebot erlaubt Käufe zwischen einem und 900 Pfund (rund 1.050 Euro) – zinsfrei, ohne Anmeldegebühren und ohne Verzugszinsen. Kunden zahlen den vollen Betrag erst 30 Tage nach dem Kauf. Die Idee dahinter: Einkäufe sollen sich besser mit dem eigenen Gehaltszyklus oder fälligen Rechnungen vereinbaren lassen.

Tamer El-Emary, PayPal-Chef für Großbritannien, erklärte, das Unternehmen reagiere damit auf den steigenden Wunsch der Verbraucher nach transparenten und flexiblen Zahlungsmethoden. Das neue Produkt ergänzt den bestehenden Dienst „Pay in 3“ , bei dem Kunden ihre Einkäufe in drei Raten über zwei Monate strecken können. Laut Unternehmensangaben steigt der durchschnittliche Bestellwert bei Händlern, die solche Optionen anbieten, um rund 129 Prozent im Vergleich zu klassischen PayPal-Transaktionen.

Regulierung kommt am 15. Juli

Der Zeitpunkt der Einführung ist kein Zufall. Ab dem 15. Juli 2026 unterliegen alle Anbieter von „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) den strengen Regeln der Financial Conduct Authority (FCA). Bisher konnten Drittanbieter solche Kredite weitgehend unreguliert anbieten – das ändert sich nun grundlegend.

Die neuen Vorschriften verlangen von den Anbietern:

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Hintergrund ist die rasante Verbreitung unregulierter Kurzzeitkredite. Schätzungen zufolge nutzten bis Mai 2024 fast elf Millionen Briten solche Angebote – Tendenz steigend. Kritiker warnten seit Langem vor einer Überschuldungsfalle.

Händler begrüßen die neuen Regeln

Eine von PayPal in Auftrag gegebene Umfrage unter 1.000 britischen Unternehmen zeigt eine überwiegend positive Haltung zur Regulierung. Rund 64 Prozent der befragten Händler erwarten Vorteile für ihr Geschäft. Besonders geschätzt werden:

  • Verbessertes Verbrauchervertrauen (59 Prozent)
  • Mehr Transparenz (58 Prozent)

Zwar befürchten einige Händler negative Auswirkungen der verpflichtenden Bonitätschecks auf die Konversionsraten. Dennoch planen 23 Prozent der Befragten, ihr BNPL-Angebot nach der Regulierung auszubauen. Vertrauen und Markenreputation bleiben für 65 Prozent der Händler die entscheidenden Kriterien bei der Wahl eines Zahlungsdienstleisters.

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Ausblick: Gebührenanpassung ab Oktober

PayPal kündigte zudem an, ab dem 1. Oktober 2026 die Händlergebühren für inländische BNPL-Transaktionen anzupassen. Dann gilt ein Standardsatz von 3,9 Prozent plus einer festen Gebühr. Der Schritt folgt einem branchenweiten Trend: Immer mehr Anbieter bewegen sich hin zu nachhaltigen, regulierten Kreditmodellen. Der globale BNPL-Markt soll bis Jahresende ein Volumen von fast einer Billion Dollar erreichen – ein Milliardengeschäft, das nun klare Spielregeln bekommt.

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