PayPal-Insider: 16 Verkäufe, null Käufe in sechs Monaten
05.06.2026 - 09:32:13 | boerse-global.de
Juni große Aktienpakete abgestoßen – und das ausgerechnet an einem Tag mit deutlichem Kursverlust.
Die Transaktionen fielen mit einem Kursrutsch von 4,3 Prozent zusammen, der die Aktie des Zahlungsdienstleisters weiter unter Druck setzte. Der Schritt der Führungsriege kommt zu einer Zeit, in der PayPal mit sinkenden Margen und einer unsicheren strategischen Neuausrichtung kämpft.
Verkäufe im Detail: Wer verkaufte wie viele Anteile?
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Frank Keller, Präsident der Checkout-Sparte, trennte sich von 4.612 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 42,54 Euro. Der Gesamterlös: rund 196.000 Euro. Nach dem Verkauf hält Keller noch 41.567 Papiere direkt. Der Handel erfolgte über einen vorgeplanten 10b5-1-Plan, den Keller bereits am 30. Oktober 2025 aufgesetzt hatte.
Suzan Kereere, Präsidentin für globale Märkte, verkaufte 3.379 Anteile zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 42,79 Euro – ein Volumen von knapp 145.000 Euro. Ihr verbleibender Direktbestand: 30.983 Aktien. Auch Kereere handelte auf Basis eines Plans vom 14. November 2025.
Chris Natali, Senior Vice President und Chief Accounting Officer, stieß 552 Papiere zum Kurs von 42,65 Euro ab. Der Erlös betrug rund 23.500 Euro. Natali hält nun noch 1.770 Aktien direkt. Sein Handelsplan stammt vom 18. November 2025.
Insideraktivität: 16 Verkäufe, null Käufe
Die Verkäufe sind Teil eines besorgniserregenden Trends. In den vergangenen sechs Monaten gab es bei PayPal 16 Insider-Verkäufe – aber keinen einzigen Kauf durch Führungskräfte. Allein Kereere hat in diesem Zeitraum 55.290 Aktien im Wert von rund 2,37 Millionen Euro verkauft. Keller folgt mit 43.791 Papieren und einem Volumen von etwa 2,04 Millionen Euro.
Auch institutionelle Anleger zeigen sich zurückhaltend. Der Pensionsfonds des US-Bundesstaates Pennsylvania etwa reduzierte sein PayPal-Engagement im vierten Quartal um 5,1 Prozent und verkaufte 11.783 Aktien.
Kursentwicklung: 41 Prozent Minus in zwölf Monaten
Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 38,46 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten verlor das Papier 41 Prozent an Wert. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 37,7 Milliarden Euro.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beträgt etwa 8,0 – deutlich unter dem Branchenmedian von 12,3. Einige Analysten sehen die Aktie daher als unterbewertet an. Der durchschnittliche Kursziel liegt bei 55,85 Euro, die Mehrheit der Analysten bewertet das Papier mit „Halten".
Geschäftszahlen: Licht und Schatten
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Trotz der Kursmisere lieferte PayPal im ersten Quartal 2026 solide Zahlen. Der Gewinn pro Aktie lag mit 1,34 Euro um sieben Cent über den Erwartungen. Der Umsatz stieg auf 8,35 Milliarden Euro – ein Plus von sieben Prozent im Jahresvergleich und 300 Millionen Euro über den Prognosen.
Am 25. Juni 2026 wird eine vierteljährliche Dividende von 0,14 Euro pro Aktie ausgezahlt. Der Aktie handelte am 4. Juni ex-Dividende.
Bleibt die Frage: Sind die Insider-Verkäufe nur die Umsetzung alter Pläne – oder ein Signal, dass selbst die Führungsriege nicht an eine schnelle Erholung glaubt?
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