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PayPal-Falle: LKA warnt vor Betrug auf Kleinanzeigen

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 22:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

LKA und Verbraucherschützer melden mehrere Betrugsvarianten bei Kleinanzeigen und raten zu sicheren Zahlungen innerhalb der Plattform.

Online-Kleinanzeigen: Behörden warnen vor neuen PayPal-Betrugsmaschen
Ein leerer Schreibtisch mit einem schlichten Briefumschlag in einer ruhigen, schattenreichen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz eine ausdrückliche Warnung vor zunehmenden Betrugsfällen auf Online-Kleinanzeigenplattformen veröffentlicht. Im Fokus der Sicherheitsbehörden steht dabei insbesondere die sogenannte „PayPal-Falle“, mit der Kriminelle versuchen, den Käuferschutz gängiger Bezahlsysteme zu umgehen.

Risiken bei Bezahldiensten und plattformeigenen Systemen

Nach Angaben des LKA Rheinland-Pfalz sollten Nutzer bei Bezahldiensten wie PayPal grundsätzlich nur die Option „Waren und Dienstleistungen“ wählen. Der Grund hierfür liegt im integrierten Käuferschutz, der bei der Alternative „Freunde und Familie“ nicht besteht. Betrüger drängen Käufer häufig dazu, die gebührenfreie Option für Freunde zu nutzen, um sich einer späteren Rückforderung des Geldes zu entziehen.

Gleichzeitig mahnen die Ermittler zur Vorsicht bei der Nutzung von systeminternen Lösungen wie der Funktion „Sicher bezahlen“. Alle erforderlichen Schritte für die Transaktion sollten ausschließlich innerhalb der offiziellen App oder auf der gesicherten Webseite des Anbieters durchgeführt werden.

Das LKA betont, dass die Plattform für den Bezahlvorgang niemals verlassen werden sollte. Zudem wird davor gewarnt, auf Links in SMS oder E-Mails zu klicken, die vermeintliche Zahlungsbestätigungen enthalten oder zur Verifizierung auffordern.

Neue Betrugsvarianten bei Verkäufen und Wohnungssuche

Ergänzend zu den allgemeinen Warnungen berichtet die Polizei Landstuhl über eine spezifische Masche, die sich gegen Verkäufer richtet. Hierbei versenden Täter gefälschte Nachrichten zum System „Direkt bezahlen“.

Über präparierte Links oder QR-Codes werden die Verkäufer dazu aufgefordert, vorab einen Geldbetrag für eine angebliche Verifizierung zu leisten. Die Ermittler stellen klar, dass ein solcher Kauf in der Realität nie stattfindet und das überwiesene Geld für die Betroffenen verloren ist.

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Neben dem Warenhandel sind auch Wohnungssuchende Ziel von Cyberkriminellen. Das Verbraucherschutzforum Berlin warnt vor gefälschten Besichtigungsterminen. Nach einer ersten Anfrage erhalten Suchende eine Nachricht mit der Aussicht auf einen Termin.

Zur Bestätigung sollen sie jedoch ein externes Google-Formular ausfüllen, das im Design der jeweiligen Kleinanzeigen-Plattform gestaltet ist. Werden dort die Zugangsdaten zum Nutzerkonto eingegeben, übernehmen die Täter das Profil für weitere betrügerische Aktivitäten.

Sicherheitshinweise der Experten

Um sich vor finanziellen Schäden zu schützen, raten die Verbraucherzentrale und das LKA Baden-Württemberg dazu, die Kommunikation mit potenziellen Handelspartnern konsequent über den plattformeigenen Chat zu führen. Skepsis sei insbesondere bei auffällig günstigen Angeboten oder künstlich erzeugtem Zeitdruck geboten; in solchen Fällen werde ein Abbruch des Kaufvorgangs empfohlen.

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Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die Identitätssicherung. Das LKA Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass die Übermittlung von Ausweiskopien keine Sicherheit bietet. Häufig stammen diese Dokumente selbst aus Identitätsdiebstählen und werden von den Tätern missbräuchlich verwendet, um Seriosität vorzutäuschen.

Sollte es dennoch zu einem Betrug kommen, empfehlen Fachleute, umgehend Beweise durch Screenshots zu sichern und die eigene Bank zu kontaktieren. Betroffene sollten zudem ihre Passwörter ändern und den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige bringen, etwa über die Onlinewachen der jeweiligen Bundesländer. Verdächtige Anzeigen sollten darüber hinaus direkt der betroffenen Plattform gemeldet werden.

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