PayPal, Europa

PayPal expandiert in Europa: Shopware Payments startet in Deutschland

11.06.2026 - 23:56:46 | boerse-global.de

PayPal startet mit Shopware Payments in Deutschland und Österreich, während die Aktie trotz Umsatzplus weiter fällt.

PayPal: Neue Shopware-Partnerschaft und Börsentalfahrt
PayPal - A hand holding a smartphone showing the PayPal logo on a payment screen, with blurred city lights in the background. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Zahlungsdienstleister PayPal treibt seine Expansion im europäischen Markt voran und bringt neue integrierte Bezahllösungen für Online-Händler an den Start. Zeitgleich verliert das Unternehmen weiter an der Börse.

Neue Partnerschaft mit Shopware

Am 10. Juni launchte die E-Commerce-Plattform Shopware den Dienst „Shopware Payments" – ein natives Zahlungssystem, das von PayPal betrieben wird. Händler können damit verschiedene Bezahlmethoden wie Kreditkarten, Apple Pay, Google Pay und „Buy Now, Pay Later"-Optionen direkt in ihren Onlineshops integrieren.

Anzeige: PayPal bringt mit Shopware Payments native Bezahllösungen nach Deutschland. Händler können Kreditkarten, Apple Pay, Google Pay und „Buy Now, Pay Later" direkt integrieren. Unser Leitfaden zeigt in 5 Schritten, wie Sie die Integration umsetzen und Ihre Conversion-Rate steigern. Jetzt Leitfaden anfordern

Der Start erfolgt zunächst in Deutschland und Österreich. Eine Ausweitung auf weitere EU-Staaten und die USA ist bereits geplant. Parallel dazu stattet PayPal die britische KI-Shopping-Plattform Hey Savi mit nativen Checkout-Funktionen aus. Die Strategie dahinter: PayPals Finanzinfrastruktur direkt in die Verkaufsplattformen Dritter einbetten – ein Bereich, der als Embedded Finance bekannt ist.

Führungskräfte wechseln in die Krypto-Branche

Während PayPal sein Kerngeschäft ausbaut, zieht es ehemalige Top-Manager in die digitale Asset-Welt. Am 11. Juni gab der Krypto-Infrastrukturanbieter MoonPay mehrere hochkarätige Personalien bekannt.

Jonathan Auerbach, ehemals Leiter für Strategie und M&A bei PayPal, wechselt in den Vorstand von MoonPay USA LLC. Bei PayPal war er maßgeblich an der Entwicklung des hauseigenen Stablecoins PayPal USD beteiligt. Ebenfalls neu im MoonPay-Board: Amy Butte, frühere Finanzchefin der New York Stock Exchange, und Mike Hayes, Ex-Manager von VMware. MoonPay bedient eigenen Angaben zufolge inzwischen über 30 Millionen Kunden in 180 Ländern.

Aktie trotz Umsatzplus im freien Fall

Die Geschäftszahlen zeigen ein gemischtes Bild. Im ersten Quartal 2026 erzielte PayPal einen Umsatz von rund 8,35 Milliarden Euro – ein Plus von 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn pro Aktie lag mit 1,34 Euro über den Analystenerwartungen von 1,27 Euro.

Doch die Börse reagiert verhalten. Am 11. Juni eröffnete die Aktie bei 40,70 Euro – ein Minus von rund 28,7 Prozent seit Jahresbeginn. Auf fünf Jahre gerechnet beträgt der Wertverlust sogar über 84 Prozent. Von 45 analysierenden Brokerhäusern lautet das durchschnittliche Votum lediglich „Halten". Das durchschnittliche Kursziel für die kommenden zwölf Monate liegt bei 55,85 Euro – aktuell notiert der Titel weit darunter.

Das Unternehmen hält an seiner Dividendenpolitik fest: Eine vierteljährliche Ausschüttung von 0,14 Euro pro Aktie ist für den 25. Juni angekündigt.

Anzeige: Embedded Finance verändert den Checkout: Wer als Händler nicht auf native Zahlungslösungen setzt, verliert Kunden. Unser Whitepaper erklärt, wie Sie PayPals Infrastruktur nutzen und sich gegen Wettbewerber behaupten. Whitepaper jetzt sichern

Großinvestoren und Insider reduzieren Engagement

Die Zurückhaltung zeigt sich auch bei institutionellen Anlegern. Die Deutsche Bank etwa reduzierte ihr PayPal-Engagement im vierten Quartal 2025 um 17,6 Prozent und verkaufte über 1,6 Millionen Aktien. Im Gegenzug baute M Holdings Securities Inc. eine neue Position im Wert von rund 2,25 Millionen Euro auf.

Auch aus dem politischen Umfeld gibt es Bewegung: Der demokratische Kongressabgeordnete Gilbert Ray Cisneros Jr. aus Kalifornien verkaufte Mitte Mai PayPal-Aktien im Wert zwischen 1.000 und 15.000 Euro. Unternehmensintern haben mehrere Führungskräfte ihre Bestände reduziert. Anfang Juni verkauften die Manager Suzan Kereere und Frank Keller 3.379 beziehungsweise 4.612 Aktien. Bereits Ende April hatte Finanzvorstand Chris Natali 1.337 Papiere zum Kurs von 49,46 Euro abgestoßen.

de | wissenschaft | 69523258 |