PayPal-Aktie: 13-Prozent-Absturz nach gescheiterter Übernahme
Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 11:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Zahlungsdienstleister PayPal Holdings durchläuft derzeit eine Phase des personellen und strukturellen Wandels. Wie aus aktuellen Branchendaten hervorgeht, beschäftigte das Unternehmen im März 2026 weltweit 23.982 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Rückgang von 5,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2023, als die Belegschaft noch 25.396 Personen umfasste.
Im Vergleich zum Vorjahr sank die Mitarbeiterzahl um 2,3 Prozent. Diese Entwicklung markiert eine Zäsur für den Fintech-Konzern, der unter dem seit März amtierenden CEO Enrique Lores neu aufgestellt wird.
Strategische Neuausrichtung und Beschäftigungsstruktur
Trotz des Rückgangs der Gesamtzahl der Mitarbeiter zeigen aktuelle Analysen eine differenzierte Entwicklung innerhalb der Personalstruktur. Das Durchschnittsgehalt bei PayPal Holdings liegt derzeit bei 91.649 US-Dollar. Parallel zum Stellenabbau verzeichnete das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der aktiven Stellenausschreibungen um 12,6 Prozent auf 1.393 offene Positionen.
Dennoch deuten Berichte darauf hin, dass die Konsolidierung der Belegschaft fortgesetzt werden soll. Das Management plane, in den kommenden Jahren bis zu 20 Prozent der Belegschaft abzubauen. CEO Enrique Lores hat das Unternehmen bereits in drei spezialisierte Einheiten gegliedert, um die Effizienz zu steigern und die operative Struktur zu verschlanken.
Gescheiterte Übernahmepläne und Marktreaktion
Das Marktumfeld für PayPal Holdings gestaltete sich zuletzt schwierig. In der Woche zum 30. August 2026 verzeichnete die Aktie einen Kursverlust von fast 13 Prozent, was die schwächste Performance seit Februar darstellt. Hintergrund dieser Entwicklung ist unter anderem das Scheitern von Übernahmegesprächen. Das Fintech-Unternehmen Stripe und der Finanzinvestor Advent haben ihr Angebot für PayPal zurückgezogen.
Die Offerte belief sich auf einen Unternehmenswert von mehr als 53 Milliarden US-Dollar, was etwa 60,50 US-Dollar pro Aktie entsprochen hätte. Der Vorstand von PayPal soll auf dieses Angebot nicht reagiert haben, da der Preis als unzureichend bewertet wurde.
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Am 29. August schloss die Aktie bei einem Wert von 53,66 US-Dollar, nachdem sie im vorbörslichen Handel zeitweise um bis zu 16 Prozent eingebrochen war. Analysten reagierten prompt auf die Unsicherheiten: Finanzexperten von Mizuho senkten das Kursziel von 60 auf 51 US-Dollar, während Loop Capital das Ziel auf 50 US-Dollar anpasste.
Finanzielle Kennzahlen und Aktienrückkäufe
Trotz der Turbulenzen am Aktienmarkt, der seit seinem Höchststand einen Verlust von etwa 79 Prozent verzeichnete, meldete PayPal für das zweite Quartal solide operative Zahlen. Das gesamte Zahlungsvolumen stieg um 10 Prozent auf 486 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz um 5 Prozent zulegte.
Besonders die Tochtergesellschaften zeigten Wachstum: Das Volumen von Venmo stieg um 14 Prozent, wobei der Bereich „Pay with Venmo“ ein Plus von 44 Prozent verzeichnete. Braintree wuchs um 13 Prozent und der Bereich „Buy Now Pay Later“ um 26 Prozent.
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Um den Kursverfall entgegenzuwirken, investierte PayPal in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 24,7 Milliarden US-Dollar in Aktienrückkäufe. Dadurch sank die Anzahl der ausstehenden Aktien von 1,19 Milliarden im Jahr 2021 auf 968 Millionen.
Während der Gewinn in diesem Zeitraum von 4,17 Milliarden auf 5,23 Milliarden US-Dollar stieg, konnten die Rückkäufe den Rückgang des Aktienkurses von 188,58 US-Dollar im Jahr 2021 auf das aktuelle Niveau nicht verhindern.
Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Gewinn pro Aktie von 5,38 US-Dollar prognostiziert. Weitere Details zur finanziellen Lage werden mit der Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen Ende Oktober erwartet.
