Paybox: MoonPay startet KI-Wallet für autonome Transaktionen
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 19:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Künstliche Intelligenz soll bald eigenständig Flüge buchen und Restaurantreservierungen vornehmen können – MoonPay macht es möglich.
Der Krypto-Dienstleister MoonPay hat heute Paybox vorgestellt, eine dezentrale Wallet, die KI-Agenten die Durchführung von kommerziellen Transaktionen ermöglicht. Das Tool erlaubt auch technisch weniger versierten Nutzern, KI-Modelle wie ChatGPT und Claude mit finanziellen Mitteln auszustatten. Die KI kann dann selbstständig Aufgaben erledigen – vom Flug buchen über Restaurantreservierungen bis zum Einkauf auf Plattformen wie Amazon.
So funktioniert die Technologie
Paybox basiert auf dem x402-Protokoll, einem offenen Standard für Zahlungen autonomer Agenten. Nutzer können die dezentralen Wallets entweder per klassischer Banküberweisung oder mit Kryptowährungen aufladen. Ist das Guthaben erst einmal da, interagieren die KI-Agenten mit Drittanbietern wie Resy für Gastronomie oder Brij für Logistik.
Für die Sicherheit der automatisierten Transaktionen setzt MoonPay auf das Device Management Kit (DMK) von Ledgers neuem Open-Source-„Agent Stack", das ebenfalls heute vorgestellt wurde. Dieses hardwaregestützte System verlangt eine menschliche Genehmigung für Transaktionen, die von KI-Agenten ausgelöst werden.
MoonPay positioniert sich im Wettbewerb
Mit Paybox tritt MoonPay gegen etablierte Finanzinstitute und Fintechs wie Visa, Coinbase und Robinhood an – alle arbeiten an Infrastruktur für die wachsende KI-Wirtschaft. Der Markt für KI-gesteuerten Handel boomt: Erst gestern stellte Coinbase „Coinbase for Agents" vor, das ebenfalls auf dem x402-Protokoll basiert. Auch MetaMask veröffentlichte am selben Tag eine Wallet speziell für KI-Agenten im DeFi-Bereich.
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Strategische Zukäufe und Expansion
Die Einführung von Paybox ist Teil einer Reihe strategischer Schritte. Erst gestern übernahm MoonPay das Startup Glide, das auf technologieübergreifende Einzahlungen spezialisiert ist. Glide wickelt jährlich über 100 Millionen US-Dollar auf 30 Blockchains ab. Diese Technologie wird nun in die MoonPay-Deposits-Plattform integriert.
Ebenfalls gestern weitete MoonPay seine regulatorische Präsenz aus: In New York startete das Unternehmen Fiat-zu-Stablecoin-Virtuelle-Konten. Unter einer BitLicense und einer New Yorker Treuhandlizenz wandelt der Dienst per API ACH- und SWIFT-Überweisungen in Stablecoins um – gedacht für institutionelle Handels- und Treasury-Operationen.
Wettbewerb um die KI-Handelsschnittstelle
Die Branche erlebt derzeit einen wahren Run auf KI-Handelslösungen:
- Lightning Labs präsentierte am Dienstag „Wavelength", ein Toolkit für Bitcoin- und Lightning-Netzwerk-Zahlungen für KI-Agenten.
- ESW und Microsoft starteten eine „Agentic Commerce"-Lösung für Microsoft Copilot, die US-Nutzern direkte Käufe im Chat ermöglicht.
- Shoppable brachte gestern ein universelles Checkout-Plugin für das ChatGPT-Verzeichnis auf den Markt – mit Zugang zu 500 Millionen Produkten für 900 Millionen wöchentliche Nutzer.
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IPO-Welle bei KI-Entwicklern
Der Trend zu KI-gesteuerten Ausgaben kommt nicht von ungefähr: Die großen KI-Entwickler bereiten sich auf den Gang an die Börse vor. Bereits Anfang Juni reichte Anthropic vertraulich einen S-1-Antrag für einen Börsengang ein. Die Series-H-Bewertung des Unternehmens erreichte 965 Milliarden US-Dollar bei einem Jahresumsatz von rund 47 Milliarden US-Dollar. Vor dem IPO erwägt Anthropic verpflichtende Handelspläne für alle Mitarbeiter, um interne Aktientransaktionen zu steuern.
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