PayBox, MoonPay

PayBox: MoonPay integriert Krypto-Zahlungen in ChatGPT und Claude

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

MoonPay lanciert mit PayBox einen non-custodial Payment Vault für KI-Chatbots. Die Freigabe von Kryptotransaktionen erfolgt per Passkey in zwei Modi.

MoonPay startet PayBox: KI-gestützte Kryptozahlungen per Passkey
Abstrakte digitale Schnittstelle mit Blockchain-Knoten und KI-Integration, die technologische Krypto-Zahlungen visualisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Krypto-Infrastrukturunternehmen MoonPay hat am 29. Juli 2026 den Start von PayBox bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um einen sogenannten „non-custodial Payment Vault“, der speziell für die Integration in KI-Modelle wie Claude und ChatGPT entwickelt wurde. Nutzer erhalten damit die Möglichkeit, Kryptotransaktionen direkt innerhalb ihrer KI-gestützten Dialoge abzuwickeln, wobei die Freigabe der Zahlungen über Passkeys erfolgt.

Technische Basis und Sicherheitsarchitektur

Die technologische Grundlage für den neuen Dienst bildet die Infrastruktur von Sodot. MoonPay hatte das Unternehmen im April 2026 für eine Summe von circa 100 Mio. USD akquiriert. Sodot sichert laut Branchenberichten über 50 Mrd. USD an digitalen Vermögenswerten und verwaltet rund 10 Mio. Wallets.

Für den Schutz der Wallet-Schlüssel setzt PayBox auf eine Kombination aus Multi-Party Computation (MPC) und Trusted Execution Environments (TEE). Dieses Verfahren stellt sicher, dass keine einzelne Partei – weder MoonPay noch der jeweilige KI-Dienst – eine Transaktion eigenständig signieren kann. Die Sicherheit des Systems wurde nach Unternehmensangaben von Trail of Bits sowie der NCC Group auditiert. Zudem verfügt die Lösung über eine PCI DSS 4.0.1 Zertifizierung.

Unterstützung für Blockchains und Betriebsmodi

PayBox ist für den Einsatz in verschiedenen Blockchain-Ökosystemen konzipiert. Unterstützt werden neben Solana auch diverse EVM-kompatible Netzwerke, darunter Ethereum, Hyperliquid, Tempo, Base, die Robinhood Chain, Arbitrum und Polygon.

Nutzer können das System in zwei unterschiedlichen Modi betreiben:
* Always Ask: In diesem Modus ist für jede einzelne Transaktion eine explizite Genehmigung durch den Nutzer per Passkey erforderlich.
* Autonomous: Dieser Modus ermöglicht automatisierte Zahlungen innerhalb zuvor definierter Limits. MoonPay weist darauf hin, dass Onchain-Transfers, die in diesem Modus getätigt werden, unwiderruflich sind.

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Integration in den globalen Handel und Ausblick

Für die Abwicklung von Zahlungen an Händler nutzt MoonPay den x402-Standard. Dieses Protokoll wird bereits von mehr als 20 Organisationen unterstützt, zu denen unter anderem AWS, Visa, Mastercard, Stripe, Shopify und Anthropic zählen. Das x402-Netzwerk verzeichnete in den letzten 30 Tagen ein Volumen von 24,24 Mio. USD bei insgesamt 75,41 Mio. Transaktionen. Zusätzlich werden Kartenzahlungen über das „agentic commerce protocol“ von Visa ermöglicht.

Als erste Partner für die Integration nennt das Unternehmen Plattformen wie AgentRes.dev, Purch.xyz und BRIJ.fi. Die Anwendungsbereiche erstrecken sich von Restaurantreservierungen und Flugbuchungen bis hin zu automatisierten Shopping-Vorgängen. CEO Ivan Soto-Wright betonte in diesem Zusammenhang, dass eine Ära beginne, in der Geldflüsse nahtlos in die digitale Kommunikation integriert würden.

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MoonPay, das über regulatorische Zulassungen wie die New Yorker BitLicense und eine MiCA-Autorisierung verfügt, ist aktuell in 180 Ländern aktiv und zählt rund 30 Mio. Kunden sowie über 1.700 Unternehmenskunden. Innerhalb eines Monats plant der Anbieter die Anbindung weiterer KI-Plattformen sowie die Einführung zusätzlicher DeFi-Funktionen wie Swaps und den Handel mit Perpetuals. Die Lösung ist ab sofort unter einer dedizierten Webadresse erreichbar.

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