Passwortsicherheit, Nutzer

Passwortsicherheit: 75% der Nutzer unterschätzen ihr Risiko

06.06.2026 - 00:06:50 | boerse-global.de

Die Assekuranz reagiert auf neue Risiken: Kindergeräte ohne Selbstbeteiligung versichert, Hilfe gegen Deepfakes und wachsende Sicherheitslücken bei Passwörtern.

Versicherungen: Neue Schutzpakete für Handys, Deepfakes & Co.
Passwortsicherheit - Eine abstrakte Darstellung digitaler Sicherheit, die ein Smartphone, Tablet und Laptop in einem schützenden Netz aus leuchtenden Linien umgibt. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Fokus: Schutz für mobile Elektronik und Absicherung gegen digitale Bedrohungen wie Deepfakes. Gleichzeitig zeigt eine Umfrage: Viele Nutzer überschätzen ihre Passwortsicherheit.

Schutz für Kinder-Elektronik ohne Selbstbeteiligung

Der Versicherer InShared hat ein neues Angebot für Familien gestartet. Die Kaskoversicherung für Neukunden deckt elektronische Kindergeräte bis 2.000 Euro ab – und zwar ohne Selbstbeteiligung im Schadensfall.

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Das Paket enthält zudem Leistungen für Tierarztkosten bei Unfällen mit Haustieren im Fahrzeug und Mobilitätskosten. Jeweils bis 1.000 Euro. Damit reagiert die Branche auf die wachsende Zahl teurer Geräte im Familienalltag.

Cyber-Policen gegen manipulierte Inhalte

Neben physischem Schutz gewinnen digitale Absicherungen an Bedeutung. Private Cyberversicherungen übernehmen mittlerweile die Organisation spezialisierter Dienstleister, um Deepfakes löschen zu lassen.

Voraussetzung: eine konkrete Rechtsverletzung wie die Verletzung von Persönlichkeitsrechten und ein nachweisbarer Schaden. Auch Hausrat- und Rechtsschutzversicherungen können greifen – sofern entsprechende Klauseln enthalten sind.

Sicherheitslücke zwischen Einschätzung und Realität

Das individuelle Nutzerverhalten bleibt ein zentrales Problem. Eine YouGov-Umfrage im Auftrag des eco-Verbands mit über 2.100 Teilnehmern zeigt: Rund drei Viertel halten ihre Passwörter für sicher. Doch nur 32 Prozent nutzen moderne Passkeys. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung liegt je nach Erhebung zwischen 25 und 39 Prozent.

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Norbert Pohlmann vom eco-Verband warnt: Herkömmliche Passwörter gelten als unsicherste Authentifizierungsform. Christian Dörr vom Hasso-Plattner-Institut rät dringend zur Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung und zur Nutzung von Passwort-Managern – die derzeit nur 24 Prozent der Nutzer einsetzen.

Roller-Diebstähle: TikTok-Trend treibt Kriminalität

Auch physische Sicherheit bleibt ein Thema. In Münster wurden seit Jahresbeginn über 180 Motorroller gestohlen. Die Polizei führt die Serie auf einen Social-Media-Trend zurück: Auf TikTok zeigen Videos, wie sich Lenkradschlösser knacken und Fahrzeuge überbrücken lassen.

Die Ermittler empfehlen Zusatzschlösser wie Ketten-, Bügel- oder Bremsscheibenschlösser. Auch GPS-Tracker und gut beleuchtete Abstellplätze helfen.

Digitalisierung der Schadensregulierung

Die Kundenerwartungen an die Abwicklung sind gespalten. Laut einer Untersuchung des Instituts Heute und Morgen bevorzugen 40 Prozent Online-Regulierung, 35 Prozent bleiben bei analogen Wegen. 85 Prozent der Versicherten kümmern sich außerhalb der üblichen Geschäftszeiten um ihre Angelegenheiten – das erhöht den Druck auf digitale, zeitunabhängige Prozesse.

Ein Webinar der G DATA CyberDefense AG widmet sich nächste Woche den rechtlichen Rahmenbedingungen der IT-Sicherheit. Im Fokus: Meldepflichten nach dem NIS2-Umsetzungsgesetz für Unternehmen aus 18 Branchen.

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