Passwortleck, Milliarden

Passwortleck 1,96 Milliarden: Wie Sie Ihre Konten schützen

01.07.2026 - 09:04:01 | boerse-global.de

Ein neuer Ratgeber zeigt, wie Hinterbliebene Zugriff auf Online-Konten erhalten. Zudem warnen Experten vor Sicherheitslücken bei Browser-AutoFill.

Digitale Nachlassplanung: Fünf Schritte für sicheres Erben
Passwortleck - Ein stilisiertes, leuchtendes digitales Vorhängeschloss, umgeben von binärem Code und Datenströmen, symbolisiert digitale Sicherheit und Nachlassplanung. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Auch Vermögensverwaltung und Verträge sind digital. Das macht die Nachlassplanung komplexer.

Fachberater empfehlen eine systematische Herangehensweise, damit Hinterbliebene Zugriff auf digitale Konten bekommen. Ein im Juni 2026 veröffentlichter Ratgeber nennt fünf zentrale Schritte.

Zuerst müssen vorhandene Geräte und Accounts gesichtet werden. Das E-Mail-Postfach dient dabei als zentraler Schlüssel – über seine Zugangsdaten lassen sich weitere Mitgliedschaften identifizieren.

Konten schließen, Daten sichern

Für die Schließung von Konten oder die Überführung in einen Gedenkzustand verlangen die meisten Anbieter eine Sterbeurkunde und einen Erbnachweis. Dienstleister wie das Schweizer Unternehmen Angel Reminder bieten DSGVO-konforme Lösungen für diesen Prozess.

Experten raten zudem, laufende Abonnements zeitnah zu kündigen. Wichtige Daten sollten gesichert werden, bevor Konten automatisiert gelöscht werden.

Die größten Irrtümer beim Erben

Bei der rechtlichen Vorsorge bestehen laut juristischer Einschätzung häufig Fehlvorstellungen. Rechtsanwältin Julia Scheublein-Asmus erläuterte Ende Juni 2026: Ehegatten erben nicht automatisch das gesamte Vermögen.

Der tatsächliche Anteil hängt vom Güterstand und dem Vorhandensein weiterer Angehöriger ab. Ein zentraler Punkt: Der Pflichtteil ist ein reiner Geldanspruch, kein Gegenstandsanspruch.

In der Fachpraxis gilt ein Testament oft als flexibler als ein Erbvertrag. Besondere Vorsicht ist bei minderjährigen Alleinerben geboten. Ohne abweichende Regelung im Testament übernimmt der andere Elternteil die Vermögenssorge.

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Sicherheitsrisiko AutoFill

Die Sicherheit digitaler Identitäten wird durch technische Schwachstellen bedroht. Sicherheitsforscher demonstrierten Ende Juni 2026 eine Schwachstelle in der AutoFill-Funktion gängiger Browser wie Chrome, Edge und Firefox.

Das Problem: Die Synchronisation von Passwörtern über Cloud-Accounts bietet eine Angriffsfläche, wenn der Hauptzugang kompromittiert wird. Die Browserhersteller haben bereits mit Patches reagiert.

IT-Sicherheitsexperten empfehlen dedizierte Passwortmanager mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – etwa Bitwarden, 1Password oder Proton Pass.

1,96 Milliarden gestohlene Zugänge

Die Relevanz solcher Maßnahmen zeigt ein massiver Datenleck-Vorfall vom November 2025. Der Anbieter Synthient legte rund 1,96 Milliarden E-Mail-Adressen und 1,3 Milliarden Passwörter offen.

Laut Untersuchungen des Portals CHIP vom Juni 2026 gefährdet zudem jeder dritte Internetnutzer in Deutschland seine Konten durch unsichere Passwortgewohnheiten.

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Neue Ideen fürs Vererben

Neben der technischen und rechtlichen Absicherung entstehen neue Konzepte für Nachlässe. Die Berliner Initiative „Das letzte Trinkgeld“ wirbt seit Juni 2026 für eine Kultur des gemeinnützigen Vererbens.

Die Idee: Etwa zehn Prozent des Nachlasses freiwillig für gesellschaftliche Zwecke zur Verfügung zu stellen.

Mehr Medienkompetenz für alle

Begleitend dazu werden Bildungsangebote ausgebaut. Die Verbraucherzentrale stellte Ende Juni 2026 interaktive Lernangebote bereit – darunter eine „Smartphone-Rallye“ für die Sekundarstufe II. Spielerisch lernen Schüler dort über Dark Patterns, Phishing und Metadaten.

Für die ältere Generation bieten Projekte wie das Digitalcafé in Dresden regelmäßige Hilfestellungen. Fachvorträge in Münster klären im Juli 2026 gezielt über Passwortsicherheit und moderne Authentifizierungsverfahren wie Passkeys auf.

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