Passive, Einkommensplanung

Passive Einkommensplanung: 1,75 Mio. € in 25 Jahren aufbauen

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 14:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Handelsblatt-Analyse zeigt: Mit 50% Sparquote und ETF-Investments sind 1,75 Mio. Euro bis zum 50. Lebensjahr möglich, doch Inflation reduziert die reale Kaufkraft erheblich.

Handelsblatt-Strategie: Passives Einkommen durch kluge ETF-Allokation aufbauen
Nahaufnahme von Händen, die Münzen neben einem Notizbuch auf einem Schreibtisch ordnen, als Symbol für langfristigen Vermögensaufbau. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Aufbau einer ergänzenden Altersvorsorge durch passives Einkommen gewinnt in der privaten Finanzplanung zunehmend an Bedeutung. In einer im August 2026 veröffentlichten Strategieanleitung analysierte das Handelsblatt verschiedene Wege, wie Anleger langfristig Kapitalstöcke aufbauen können, um im Alter finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Dabei wurde betont, dass der Begriff des passiven Einkommens oft missverstanden werde, da die Erzeugung solcher Kapitalströme zunächst eine signifikante Vorarbeit sowie eine disziplinierte Sparphase erfordere.

Strategische Grundlagen und Anlagemodelle

Der Bericht identifizierte insgesamt vier verschiedene Anlagestrategien, die sich für den Aufbau eines passiven Einkommens eignen. Ein zentraler Punkt der Analyse war die Feststellung, dass passives Einkommen nicht mit anstrengungslosem Reichtum gleichzusetzen sei. Vielmehr handle es sich um das Ergebnis einer langfristigen Allokation von Ressourcen. Um die Dynamik eines solchen Vorhabens zu verdeutlichen, wurde ein konkretes mathematisches Szenario herangezogen, das die Wechselwirkung zwischen Sparrate, Zinseszinseffekt und Zeit aufzeigt.

Im Fokus stand dabei das Beispiel eines 25-jährigen Anlegers, der über ein monatliches Nettoeinkommen von 3.000 € verfügt. Unter der Annahme einer jährlichen Gehaltssteigerung von 5 % und einer Sparquote von 50 % des Einkommens wurde die Entwicklung bei einer Anlage in einen börsengehandelten Indexfonds (ETF) simuliert. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von 7 % pro Jahr würde dieser Anleger im Alter von 50 Jahren über ein Bruttovermögen von 1,75 Mio. € verfügen.

Kaufkraftverlust und Inflationseffekte

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Ein wesentlicher Bestandteil einer seriösen Ruhestandsplanung ist die Berücksichtigung der Geldentwertung. Die Analyse verdeutlichte, dass der nominale Millionenbetrag zum Ende der Ansparphase nicht mit der heutigen Kaufkraft gleichzusetzen sei. Bei einer unterstellten Inflationsrate von 2,5 % pro Jahr entsprächen die errechneten 1,75 Mio. € in heutigen Werten lediglich einer Kaufkraft von etwa 2.800 €.

Diese Differenz unterstreicht die Notwendigkeit, bei der Zielsetzung für den Ruhestand nicht nur die absoluten Endsummen, sondern auch die realen Entnahmemöglichkeiten zu kalkulieren. Die Strategieanleitung empfiehlt für eine Absicherung im Alter eine monatliche Entnahme von 6.000 €. Aufgrund der Inflation müssten für den Erhalt dieses Lebensstandards im Alter von 70 Jahren bereits 9.340 € monatlich zur Verfügung stehen.

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Für die Phase nach dem 50. Lebensjahr wurden verschiedene Szenarien für den Verzehr oder Erhalt des Kapitals untersucht. Falls ein Anleger monatlich 5.000 € aus seinem Vermögen entnimmt, ohne dass das restliche Kapital eine weitere Rendite erwirtschaftet, wäre das Vermögen nach 19 Jahren aufgebraucht.

Die Berechnungen zeigten jedoch eine deutliche Verbesserung der Langlebigkeit des Portfolios, wenn das Kapital auch während der Entnahmephase investiert bleibt. Bei einer fortgeführten Rendite von 3,5 % pro Jahr würde das Vermögen bei gleicher Entnahmehöhe bis zum 77. Lebensjahr des Anlegers ausreichen. Die Analyse macht deutlich, dass die Kombination aus einer hohen Sparquote in jungen Jahren und einer fortgeführten Investmentstrategie im Alter die stabilste Basis für ein dauerhaftes passives Einkommen darstellt. Bereits in einer am Vortag der Hauptanalyse erschienenen Fassung des Berichts wurden diese Kernfaktoren als essenziell für den langfristigen Erfolg eingestuft.

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