Parkuhren, Stäfa

Parkuhren in Stäfa: Gefälschte QR-Codes tauchten an vier Automaten auf

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 20:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Manipulierte Parkautomaten führen in mehreren Schweizer Städten auf gefälschte Bezahlseiten, die Kreditkarteninformationen abfragen.
Ein einsamer Parkscheinautomat auf einem grauen Gehweg bei bewölktem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Polizei warnt vor betrügerischen QR-Codes an Parkuhren, die in mehreren Schweizer Städten aufgetaucht sind. Unbekannte Täter haben die manipulierten Aufkleber angebracht, um beim Bezahlvorgang sensible Kreditkartendaten von Autofahrern abzugreifen. Betroffen sind unter anderem Stäfa im Kanton Zürich sowie Olten, Bern und Thun. Nach Berichten über die Vorfälle könnte es sich um eine Masche handeln, die sich über die gesamte Schweiz erstreckt.

Zunehmende Fälle und gezielte Manipulation vor Ort

Die Vorgehensweise der Kriminellen zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeit aus. In Stäfa im Kanton Zürich ergab eine Überprüfung zunächst, dass an allen 16 Parkuhren der Gemeinde keine verdächtigen Aufkleber vorhanden waren. Bereits einen Tag später stellten die Verantwortlichen jedoch an vier Automaten nachträglich angebrachte, gefälschte Codes fest.

Die Kantonspolizei Bern warnte am 23. Oktober 2026 vor einer Zunahme entsprechender Fälle, die seit der vorangegangenen Woche im gesamten Kantonsgebiet registriert worden seien. Auch in Olten und Thun wurden gleichartige Manipulationen an Parkscheinautomaten festgestellt.

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Phishing-Seiten imitieren reguläre Bezahlvorgänge

Die Masche zielt auf Personen ab, die ihre Parkgebühren digital über das Smartphone begleichen wollen. Werden die gefälschten QR-Codes direkt mit der Standard-Kamerafunktion eines Mobiltelefons gescannt, leitet der hinterlegte Link die Nutzer auf eine nachgeahmte Website weiter.

Auf dieser gefälschten Internetseite werden die Parkenden zunächst aufgefordert, das amtliche Fahrzeugkennzeichen sowie die gewünschte Parkdauer einzugeben. Im anschließenden Schritt verlangt die Eingabemaske die Angabe von Kreditkartendaten. Auf diesem Weg versuchen die Betrüger, an die Zahlungsinformationen zu gelangen.

Empfehlungen für Autofahrer

Die Polizei rät Autofahrern zu erhöhter Wachsamkeit beim bargeldlosen Bezahlen an Parkuhren. QR-Codes sollten nicht über die allgemeine Handykamera geöffnet werden, sondern ausschließlich direkt über etablierte Bezahl-Apps wie Twint oder Parkingpay eingescannt werden. Diese Anwendungen verarbeiten legitime Codes unmittelbar im geschützten System, ohne auf externe Browserseiten umzuleiten.

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Sollte beim Scannen eines Parkuhr-Codes unerwartet eine Eingabemaske für Kreditkartendaten erscheinen, empfiehlt die Polizei, den Vorgang sofort abzubrechen. Betroffene, die bereits Daten auf solchen Webseiten eingegeben haben, sollten sich umgehend an ihr jeweiliges Bankinstitut sowie an die Polizei wenden.

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