Paketboten-Betrug: BIDV warnt vor Identitätsdiebstahl bei Lieferungen
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 14:02 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Bankinstitut BIDV hat in einer dringenden Sicherheitsmeldung vor einer neuen Betrugsmasche gewarnt, bei der Kriminelle die Identität von Paketboten bekannter Lieferdienste annehmen.
Die Täter geben sich demnach als Mitarbeiter von Unternehmen wie GHTK oder GHN aus, um Nutzer gezielt zu täuschen und finanzielle Transaktionen zu provozieren. Die Masche zielt auf die steigende Zahl von Online-Bestellungen ab und nutzt den Zeitdruck bei Warenlieferungen aus.
Druckmittel und fingierte Lieferungen
Nach Angaben des Instituts kontaktieren die Täter ihre Opfer per Telefon und fordern die sofortige Überweisung von Geldbeträgen für angeblich anstehende Lieferungen. Dabei werde oft behauptet, dass eine Zustellung nur nach einer unmittelbaren Zahlung erfolgen könne. Die Täter bauen hierbei einen erheblichen psychologischen Druck auf, um die Betroffenen zu schnellen Handlungen zu bewegen.
Wird die Zahlung auf Konten geleistet, deren Informationen unklar oder nicht verifizierbar sind, drohe laut der Warnung der vollständige Verlust des Vermögens. Insbesondere bei Bestellungen mit hohen Warenwerten sei beobachtet worden, dass das Geld unterschlagen werde, ohne dass eine Gegenleistung erfolge.
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Gefälschte Webseiten und Datendiebstahl
Eine weitere Variante dieser Betrugsmasche arbeitet mit technischen Täuschungen. Hierbei behaupten die Kriminellen gegenüber den Kunden, dass eine Fehlbuchung im System vorliege. Um diesen angeblichen Fehler zu beheben, werden die Opfer dazu verleitet, auf Links zu klicken oder unbekannte Applikationen zu installieren.
Diese gefälschten Webseiten und Apps sind darauf ausgelegt, sensible persönliche Informationen sowie Einmalpasswörter (OTP) für das Online-Banking abzugreifen. Sobald die Täter im Besitz dieser Daten sind, können sie unbefugte Transaktionen durchführen und Konten leeren.
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Handlungsempfehlungen für Bankkunden
Um sich vor finanziellen Schäden zu schützen, hat das Bankinstitut BIDV einen Katalog an Sicherheitsmaßnahmen veröffentlicht. Kunden wird geraten, Zahlungen grundsätzlich erst nach einer physischen Prüfung der Ware und einer eindeutigen Verifizierung des Empfängers vorzunehmen. Das Institut warnt ausdrücklich davor, Überweisungen auf Privatkonten zu tätigen, wenn es sich um Bestellungen bei gewerblichen Dienstleistern handelt.
Zudem wird betont, dass niemals persönliche Daten oder Bankinformationen am Telefon preisgegeben werden sollten. Links in Nachrichten von unbekannten Absendern sollten nicht geöffnet und Anwendungen nicht außerhalb offizieller App-Stores installiert werden. Für Rückfragen oder bei Verdacht auf Betrug weist die Bank auf ihre Hotline unter der Nummer 1900 9247 hin.
Unterstützung durch Sicherheitsbehörden
Auch das Ministerium für öffentliche Sicherheit (B? Công an) hat entsprechende Empfehlungen ausgesprochen, um die Bevölkerung für diese Gefahren zu sensibilisieren. Das Ministerium rät dazu, jede einzelne Bestellung vorab genau zu prüfen und insbesondere beim Scannen von QR-Codes aus unbekannten Quellen äußerste Vorsicht walten zu lassen. Diese Codes könnten direkt auf manipulierte Plattformen führen.
Sollten Verbraucher Anzeichen für einen Betrug bemerken oder bereits geschädigt worden sein, empfehlen die Behörden, umgehend Anzeige zu erstatten und die Kommunikation mit den vermeintlichen Lieferdiensten abzubrechen. Eine gründliche Prüfung der eingehenden Anrufe und Nachrichten sei der effektivste Schutz gegen die zunehmend professionell agierenden Täternetzwerke.
