PABeLA-II, Saarland

PABeLA-II: Saarland fördert KI-Prüflabor für Medien mit 160.000 Euro

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 06:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
DFKI und Landesmedienanstalt entwickeln bis April 2027 Bewertungswerkzeuge für Risiken wie Desinformation und Deepfakes.
Ein minimalistisches, leeres Forschungslabor mit hellen, sterilen Oberflächen und neutralem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Das Saarland stellt finanzielle Mittel für die Überprüfung künstlicher Intelligenz im Medienbereich bereit. Die saarländische Staatskanzlei sowie das Landesministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie fördern das Projekt PABeLA-II mit 160.000 Euro.

Hinter dem Vorhaben, dessen vollständiger Name für ein Prüflabor zur automatisierten Bewertung von KI-Systemen auf Basis großer Sprachmodelle und deren Folgen für Journalismus und Meinungsbildung steht, stehen als Träger das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und die Landesmedienanstalt Saarland (LMS).

Werkzeuge gegen Desinformation und Deepfakes

PABeLA-II baut auf den Ergebnissen des vorangegangenen Projekts PABeLA-I auf. In dieser ersten Phase war bereits ein Prüfkriterien-Katalog erarbeitet worden, der unter anderem die Erkennung von Diskriminierung in Form funktionsfähiger Tests umfasst.

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Im Rahmen der zweiten Projektphase soll nun ein praxisnahes Werkzeug für die Medienaufsicht und die Medienpolitik entstehen. Das Ziel besteht darin, Risiken in den Bereichen Transparenz, Vielfalt und Manipulation systematisch zu bewerten und einen besseren Schutz vor Desinformation sowie Deepfakes zu ermöglichen.

Das Vorhaben ist auf eine Laufzeit bis April 2027 angelegt. Die im Projektverlauf gewonnenen Erkenntnisse und Instrumente sollen anschließend direkt in die medienrechtliche Regulierung einfließen.

Fokus auf Verantwortung und technische Hürden

Nach Angaben aus der Landespolitik birgt die Dynamik moderner Sprachmodelle erhebliche gesellschaftliche Risiken. David Lindemann, Chef der saarländischen Staatskanzlei, verwies darauf, dass die Wucht der KI-Entwicklung nicht unterschätzt werden dürfe, während gleichzeitig noch zu wenig belastbares Wissen über die konkreten Folgen für demokratische Prozesse vorliege.

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Auch vonseiten der Medienaufsicht wird Handlungsbedarf betont. Ruth Meyer, Direktorin der Landesmedienanstalt Saarland, erklärte, dass klare Verantwortlichkeitsstrukturen für KI-generierte Inhalte dringend geregelt werden müssten.

Auf die technologische Komplexität der Initiative ging DFKI-CEO Antonio Krüger ein. Er hob hervor, dass die Quellenprüfung ein zentrales Instrument im Kampf gegen Desinformation darstelle. Als wesentliche technische Herausforderungen für das Vorhaben nannte Krüger den Aufbau eines repräsentativen Testdatensatzes sowie die Notwendigkeit, statistische, regelbasierte und auf Sprachmodellen basierende Methoden miteinander zu kombinieren.

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