DarkSword, Passwörter

P7 DarkSword: Neue iPhone-Spyware greift Passwörter und Fotos ab

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 05:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die neue DarkSword-Variante greift sensible iPhone-Daten ab; Infektionen vollständig aktualisierter Geräte sind bislang nicht bestätigt.
Ein dunkler, minimalistischer Serverraum bei Nacht mit leuchtenden Kontrollleuchten auf poliertem Betonboden. Illustration mit AI erstellt.

Sicherheitsanalysten von iVerify haben bei der Untersuchung eines im August 2026 infizierten iPhones eine neue Variante der Spionagesoftware P7 DarkSword identifiziert. In einem Bericht vom 8. Oktober 2026 warnt das Unternehmen vor einer deutlich aggressiveren Version des Schädlings. Die Schadsoftware dringe unbemerkt in Mobiltelefone ein und sammle systematisch vertrauliche Nutzerdaten.

Umfassender Datenzugriff und tiefe Systemeingriffe

Nach Angaben von iVerify verschafft sich P7 DarkSword weitreichenden Zugriff auf sensible Bereiche des Betriebssystems. Zu den Zielen der Spionage gehören unter anderem die im Schlüsselbund gespeicherten Passwörter, die Fotobibliothek sowie die Datenbank der vorinstallierten Notizen-App.

Zudem sei die Schadsoftware darauf programmiert, Daten aus Krypto-Wallets abzugreifen, wozu eine gezielt auf die Anwendung imToken ausgerichtete Funktion gehöre. Auch auf weitere anwendungsbezogene Dateien habe das Programm vollen Zugriff.

Die Angreifer haben den ursprünglichen Programmcode nach Erkenntnissen der Sicherheitsforscher gezielt angepasst, um mehr Daten abfließen zu lassen und das Gerät fernzusteuern. Die integrierte Steuerungs- und Kontrollkomponente prüft demnach standardmäßig alle 15 Sekunden, ob neue Befehle der Hintermänner vorliegen.

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Dieses Abfrageintervall lässt sich aus der Ferne beliebig verändern. Um ihre Präsenz zu festigen und Spuren zu verwischen, schleust die Spyware eine Komponente direkt in SpringBoard ein und entfernt fortlaufend die systemeigenen Diagnoseprotokolle.

Infektionswege und betroffene Systemversionen

Die Verbreitung der Spyware erfolgt laut iVerify über manipulierte Werbung sowie über kompromittierte Webseiten im Rahmen gezielter Watering-Hole-Angriffe. Auffällig sei zudem, dass der Quellcode von DarkSword inklusive interner Entwicklerkommentare öffentlich auf kompromittierten Seiten zugänglich ist.

Frühere Angriffe mit DarkSword konzentrierten sich auf die Betriebssystemversionen iOS 18.4 bis 18.7. Fachberichten zufolge genügte bei früheren Kampagnen bereits der reine Besuch einer infizierten Internetseite, um ein Gerät zu kompromittieren. Eine erfolgreiche Infektion voll aktualisierter Geräte ist bislang nicht bestätigt.

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Ursprung in Söldner-Software und Gegenmaßnahmen

Nach Angaben von Apple stammt DarkSword ursprünglich aus hochentwickelter, kommerzieller Spionagesoftware, die üblicherweise von Söldner-Unternehmen vertrieben wird. Der Schadcode sei infolge eines Datenlecks in die Hände herkömmlicher Cyberkrimineller gelangt. Apple selbst verschickte Berichten zufolge Warnungen vor gezielten Angriffen durch solche Söldner-Spyware an iPhone-Besitzer in 110 Ländern.

Um sich vor derartigen Infektionen zu schützen, raten IT-Sicherheitsexperten zu grundlegenden Vorkehrungen. Dazu zählen das unverzügliche Installieren aller verfügbaren Betriebssystem-Aktualisierungen, die Aktivierung des internen Blockierungsmodus bei erhöhtem individuellem Risiko sowie das konsequente Vermeiden verdächtiger oder unbekannter Internet-Links.

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