Ozempic-Stopp: HbA1c steigt bei 13.000 Patienten von 49 auf 57 mmol/ mol
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die medikamentöse Behandlung von Typ-2-Diabetes war im Herbst 2024 in Dänemark von weitreichenden regulatorischen Änderungen geprägt. Aufgrund neuer Zuschussregeln sahen sich mindestens 22.000 Patienten dazu gezwungen, die Behandlung mit dem Präparat Ozempic des Herstellers Novo Nordisk zu beenden und auf alternative Medikamente auszuweichen.
Eine Analyse, die für die Organisationen Danske Regioner und Diabetesforeningen erstellt wurde, untersucht nun die Auswirkungen dieser Umstellung auf die gesundheitliche Verfassung der Betroffenen.
Auswirkungen auf den Langzeitblutzucker
Ozempic, welches den Wirkstoff Semaglutid enthält, wird primär zur Senkung des Blutzuckerspiegels eingesetzt. Die Auswertung der Patientendaten verdeutlicht den klinischen Effekt, der mit dem Absetzen des Medikaments einherging. Den Berichten zufolge wurde bei einer Gruppe von 13.000 Patienten eine signifikante Verschlechterung des Langzeitblutzuckerwerts (HbA1c) festgestellt.
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Im Durchschnitt stieg dieser Wert bei den betroffenen Personen von 49 auf 57 mmol/mol an. Damit liegt der gemessene Durchschnitt deutlich über dem definierten Behandlungsziel, welches mit einem Wert von 48 mmol/mol angegeben wird. Diese Entwicklung verdeutlicht die Herausforderungen bei der Einstellung des Blutzuckerspiegels nach einem erzwungenen Therapiewechsel.
Versorgungslücken bei der Medikamentenumstellung
Ein zentraler Aspekt der Untersuchung betrifft das Verhalten der Patienten nach dem Wegfall der staatlichen Förderung für das Präparat im Jahr 2024. Die Daten zeigen eine erhebliche Lücke in der therapeutischen Kontinuität auf. Demnach begannen sechs von zehn Patienten, die Ozempic im Zuge der Regeländerung absetzten, keine neue medikamentöse Behandlung für ihren Typ-2-Diabetes.
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Dieser hohe Anteil an Patienten ohne Folgetherapie deutet darauf hin, dass die Änderung der Zuschussregeln im Herbst 2024 nicht in jedem Fall zu einem direkten Wechsel auf kostengünstigere Alternativen führte, sondern bei einem Großteil der Betroffenen zu einem vollständigen Abbruch der medikamentösen Versorgung.
Die Analyse für Danske Regioner und Diabetesforeningen hebt hervor, dass diese Entwicklung unmittelbare Folgen für die Stoffwechselkontrolle der Patienten hatte, wie die erhobenen HbA1c-Werte belegen.
