OwnCloud-Lücke, CVE-2023-49105

OwnCloud-Lücke CVE-2023-49105: CISA warnt vor aktiven Angriffen

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 12:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die kritische OwnCloud-Schwachstelle CVE-2023-49105 gefährdet ungepatchte Versionen. CISA führt sie als aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke.

OwnCloud-Lücke CVE-2023-49105 wird aktiv für Angriffe genutzt
Ein dunkler, minimalistischer Serverraum mit schlichten, unbeschrifteten Serverschränken in einer kühlen Lichtstimmung. Illustration mit AI erstellt.

Die IT-Sicherheitslage für Nutzer der Filesharing-Lösung OwnCloud hat sich verschärft. Eine bereits seit Ende 2023 bekannte Schwachstelle mit der Kennung CVE-2023-49105 wird seit Ende August 2026 aktiv für Cyberangriffe genutzt.

Da die Lücke einen unauthentifizierten Dateizugriff ermöglicht, stufen Experten die Bedrohung als schwerwiegend ein. Betroffen sind zahlreiche Installationen, die bisher nicht auf die abgesicherte Version aktualisiert wurden.

Das Kernproblem der Schwachstelle liegt in einer fehlerhaften Implementierung der Zugriffskontrollen. Durch das Fehlen notwendiger Signaturschlüssel (Signing Keys) können Angreifer die Authentifizierungsmechanismen umgehen. Dies geschieht über die WebDAV-Schnittstelle, die bei OwnCloud standardmäßig für den Dateitransfer und die Synchronisation verwendet wird. In der Folge haben nicht autorisierte Akteure die Möglichkeit, auf gespeicherte Daten zuzugreifen, ohne über gültige Zugangsdaten verfügen zu müssen.

Die Schwere der Lücke wird durch offizielle Metriken verdeutlicht. Der Common Vulnerability Scoring System (CVSS) Wert liegt bei 9.8 von 10 möglichen Punkten, was einer Einstufung als kritisch entspricht. Zudem weist der Exploit Prediction Scoring System (EPSS) Score einen Wert von 43.21 auf.

Dieser Wert deutet laut Analysten auf eine überdurchschnittlich hohe Wahrscheinlichkeit hin, dass die Schwachstelle in freier Wildbahn für Angriffe verwendet wird – eine Einschätzung, die sich durch die dokumentierten Vorfälle seit Ende August 2026 bestätigt hat.

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Administratoren von OwnCloud-Umgebungen müssen prüfen, ob ihre Systeme zu den gefährdeten Versionen gehören. Nach Berichten des Fachportals security-insider.de sind die Versionen 10.6.0 bis einschließlich 10.13.0 für den Exploit anfällig. Ein Schutz vor den laufenden Angriffen ist durch ein Update auf die Version 10.13.1 möglich, in der die Entwickler den entsprechenden Fix integriert haben.

Die Bedeutung dieser Sicherheitswarnung wird durch die Reaktion internationaler Cybersicherheitsbehörden unterstrichen. Die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hat die Schwachstelle CVE-2023-49105 in ihren Katalog der bekanntlich ausgenutzten Schwachstellen (Known Exploited Vulnerabilities Catalog, kurz KEV) aufgenommen.

Die Listung im CISA-KEV-Katalog gilt in der Branche als deutliches Signal, dass die Lücke aktiv als Einfallstor für Datendiebstahl oder die Vorbereitung weiterer Angriffe genutzt wird.

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Für Unternehmen bedeutet dies einen unmittelbaren Handlungsbedarf. Da die WebDAV-Schnittstelle oft für den externen Zugriff freigegeben ist, sind entsprechende Instanzen direkt aus dem Internet erreichbar und somit ein Ziel für automatisierte Scans.

Fachleute raten dazu, neben dem Einspielen des Updates auch die Server-Protokolle auf ungewöhnliche Aktivitäten im Zusammenhang mit WebDAV-Anfragen zu untersuchen, um mögliche bereits erfolgte Kompromittierungen zu identifizieren.

Da die Schwachstelle bereits seit längerer Zeit bekannt ist, aber nun eine neue Welle der aktiven Ausnutzung erfährt, ist die zeitnahe Absicherung der betroffenen Systeme unumgänglich.

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