Outlook Windows: Einheitliches Postfach und 40% schnellerer Start
28.05.2026 - 22:24:42 | boerse-global.deDer E-Mail-Client Outlook für Windows bekommt ein umfassendes Update. Ein einheitliches Postfach für alle Konten und deutlich schnellere Startzeiten stehen auf dem Programm.
Microsoft treibt die Modernisierung seines E-Mail-Flaggschiffs voran. Nachdem die klassische Version nach 2029 auslaufen soll, kommen nun entscheidende Neuerungen für die Windows-Version. Das Unternehmen will die täliche Arbeit mit Outlook spürbar effizienter machen – und das gleich auf mehreren Ebenen.
Während Microsoft an der Benutzeroberfläche schraubt, können Nutzer bereits heute mit den richtigen Einstellungen deutlich produktiver arbeiten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 7 Zeitspar-Tricks für eine bessere Kalendernutzung und reibungslose Synchronisation. 7 Zeitspar-Tricks für Outlook-Profis jetzt kostenlos entdecken
„All Accounts View" kommt im August
Der wichtigste Neuzugang: ein einheitliches Postfach, das alle E-Mail-Konten in einer Ansicht bündelt. Bislang war diese Funktion den Mobil- und Mac-Versionen vorbehalten. Ab August 2026 soll sie auch unter Windows verfügbar sein.
Die neue „All Accounts View" bringt allerdings anfangs noch Einschränkungen mit. So wird die KI-Unterstützung durch Copilot von Beginn an integriert sein, während die Suchfunktion zunächst nur das primäre Konto durchforstet. Die Unterstützung für freigegebene Postfächer soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
40 Prozent schnellerer Start dank „Low Latency Profile"
Parallel zur optischen Neuerung arbeitet Microsoft an der Performance. Ein optionales Vorschau-Update für Windows 11 (Versionen 24H2 und 25H2) mit der Bezeichnung KB5089573 bringt ein sogenanntes „Low Latency Profile" mit. Dieses gibt der CPU bei Benutzeroberflächen-Aktionen einen kurzen Leistungsschub.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die Reaktionsfähigkeit der Windows-Oberfläche verbessert sich um bis zu 70 Prozent. Für Outlook bedeutet das einen Startgeschwindigkeits-Zuwachs von rund 40 Prozent. Das Update ist bereits manuell installierbar, der vollständige Rollout ist für den Patch-Day im Juni 2026 geplant.
Exchange Online: Kalender wechselt auf moderne Schnittstelle
Auch hinter den Kulissen tut sich etwas. Microsoft migriert die Kalenderfreigabe in Exchange Online von der veralteten MAPI-Schnittstelle auf die moderne REST-Architektur. Ziel ist eine konsistentere Synchronisation und bessere Leistung.
Der Zeitplan ist ambitioniert: Regierungsbehörden werden im Juni 2026 automatisch umgestellt, kommerzielle Mandanten sollen bis Ende Juli 2026 folgen.
Claude-Add-in: KI-Hilfe für die E-Mail-Flut
Drittanbieter ziehen nach: Ein neues Claude-Add-in ist für Outlook im Web, auf dem Mac sowie für die neue und klassische Windows-Version erschienen. Die KI soll beim Sortieren von E-Mails helfen, Antworten entwerfen, lange Threads zusammenfassen und auf Besprechungen vorbereiten. Voraussetzung ist die Freigabe durch den Administrator für bestimmte Microsoft-Graph-Berechtigungen.
Die zunehmende Integration von KI und neuen Schnittstellen bietet zwar Komfort, öffnet aber auch Türen für raffinierte Betrugsversuche wie Phishing. Wie Sie Ihr Unternehmen in 4 Schritten effektiv gegen moderne Hacker-Angriffe absichern, erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden. Anti-Phishing-Paket zur Hacker-Abwehr gratis herunterladen
FBI warnt vor Phishing-Plattform Kali365
Die neuen Funktionen kommen nicht ohne Risiken. Das FBI warnt vor einer Phishing-Plattform namens Kali365, die seit April 2026 aktiv ist und gezielt Microsoft-365-Konten angreift – darunter Outlook, Teams und OneDrive.
Die Angreifer nutzen Device-Code-Phishing, um Authentifizierungstoken zu stehlen. Damit umgehen sie die Mehrfaktor-Authentifizierung, ohne dass sie Passwörter benötigen. Die Sicherheitsbehörden empfehlen IT-Administratoren, Device-Code-Flows über Conditional-Access-Richtlinien zu blockieren und regelmäßig App-Passwörter zu überprüfen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
