Outlook, Windows

Outlook für Windows: Microsoft blockiert MSIX-Anhänge ab November 2026

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 13:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die geplante Sperre soll Anfang November 2026 starten; klassisches Outlook bleibt zunächst unverändert, Administratoren können Ausnahmen festlegen.

Microsoft sperrt MSIX-Anhänge in neuem Outlook und Webversion
Ein minimalistischer, modern beleuchteter Serverraum-Flur mit kühler blauer Beleuchtung und architektonischen Linien. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarekonzern Microsoft verschärft die Sicherheitsvorgaben für den Empfang von E-Mail-Anhängen. Künftig werden Dateien mit den Endungen .msix und .msixbundle im webbasierten Outlook sowie in der neuen Outlook-App für Windows standardmäßig blockiert.

Microsoft setzt die beiden Dateitypen dafür auf die Liste der gesperrten Dateitypen (BlockedFileTypes) der jeweiligen Postfachrichtlinie (OwaMailboxPolicy), was sowohl Standard- als auch benutzerdefinierte Richtlinien umfasst.

Nach Inkrafttreten der Änderung können Anwender entsprechende Anhänge in den betroffenen Clients weder direkt öffnen noch auf ihre lokalen Geräte herunterladen. Der Konzern reagiert mit dieser Maßnahme auf den zunehmenden Missbrauch von MSIX-Paketen, die von Angreifern vermehrt zur Verbreitung von Schadsoftware und für Phishing-Kampagnen eingesetzt werden.

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Zeitplan und betroffene Umgebungen

Wie Microsoft über das Microsoft-365-Nachrichtencenter unter der Kennung MC1488841 mitteilte, soll die Bereitstellung der neuen Blockierregeln Anfang November 2026 anlaufen. Der weltweite Abschluss des Rollouts ist für Mitte November 2026 vorgesehen. Dies betrifft neben Standardmandanten weltweit auch die spezialisierten Verwaltungsumgebungen GCC, GCC High sowie das Verteidigungssegment DoD.

Die Umstellung greift allerdings nicht über das gesamte Outlook-Portfolio hinweg. Betroffen sind ausschließlich das neue Outlook für Windows und Outlook im Web. Nutzer der klassischen Desktop-Version von Outlook sind von der Neuerung vorerst ausgenommen; dort bleibt die bisherige Handhabung zunächst unverändert.

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Anpassungsmöglichkeiten für IT-Administratoren

Für Unternehmen, die MSIX-Dateien im internen Betrieb legitim per E-Mail austauschen müssen, belässt Microsoft Steuerungsoptionen in den Händen der Systemverwalter. Administratoren haben die Möglichkeit, die Blockade bei Bedarf aufzuheben oder anzupassen. Dazu können die betroffenen Dateitypen explizit in die Liste der erlaubten Dateiformate (AllowedFileTypes) der jeweiligen OwaMailboxPolicy aufgenommen werden.

Mit dem Schritt erweitert das Unternehmen seine bestehenden Schutzmechanismen weiter. Outlook blockiert im Rahmen seiner Sicherheitsrichtlinien standardmäßig bereits über 130 verschiedene Dateiendungen, um potenziell gefährliche Skripte und ausführbare Formate vor der Ausführung abzufangen.

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