Outlook Classic: Microsoft fixt Absturz beim Rechtsklick
01.07.2026 - 10:29:15 | boerse-global.de
Der E-Mail-Client Outlook kämpft mit mehreren Problemen: Während Nutzer der Classic-Version unter Abstürzen beim Rechtsklick leiden, erhalten die Mac-Version und das neue Outlook wichtige Updates. Zugleich warnt das FBI vor einer neuen Phishing-Welle.
Absturz beim Rechtsklick: Microsoft liefert Fix
Ein gravierender Bug in Classic Outlook sorgte seit Ende Juni für Frustration. Betroffen waren die Office-Versionen 16.0.20026.20140 und 16.0.20026.20182: Sobald Nutzer mit der rechten Maustaste in den Text einer E-Mail klickten, stürzte die Anwendung ab. Verantwortlich war das fehlerhafte Modul mso.dll mit dem Ausnahmecode 0xc0000005.
Microsoft hat den Fehler bestätigt und einen Patch veröffentlicht. Nutzer sollten auf Version 2606, Build 20131.20090 aktualisieren. Der Fix ist über verschiedene Update-Kanäle verfügbar, darunter Current Channel 20103 und Monthly Enterprise Channels 20131 und 20228. Wer nicht sofort updaten kann, dem wird eine Online-Reparatur der Office-Suite oder ein Neustart des Systems als Übergangslösung empfohlen.
Mac-Nutzer: Verlauf verschwindet beim Antworten
Auch Nutzer von Outlook für Mac sind betroffen. Seit dem 22. Juni führt die Version 16.110 (Build 26061317) dazu, dass beim Beantworten von E-Mails der gesamte Konversationsverlauf verloren geht. Ein offizieller Patch stand Ende Juni noch aus. Einige Anwender halfen sich selbst, indem sie auf eine ältere Version zurückgingen und automatische Updates deaktivierten.
Neues Outlook: PST-Support und Excel-Problem gelöst
Am heutigen Mittwoch gab Microsoft bekannt, dass das neue Outlook für Windows und macOS nun erweiterten Support für PST-Dateien erhält. Damit können E-Mails, Kalender und Kontakte aus klassischen Datenarchiven importiert werden. Allerdings ist dafür noch die Classic-Version auf demselben Rechner erforderlich. Künftige Updates sollen diese Abhängigkeit beseitigen.
Zudem hat Microsoft einen lästigen Bug behoben, der seit November 2025 bestand: Excel-Anhänge mit Sonderzeichen im Dateinamen ließen sich im neuen Outlook nicht öffnen. Der Fix wird seit dem 30. Juni ausgerollt. Bis zur vollständigen Verteilung empfiehlt Microsoft, die Web-Version von Outlook zu nutzen oder Anhänge direkt auf die Festplatte herunterzuladen.
Der Rechtsklick-Absturz in Outlook Classic (mso.dll, Fehler 0xc0000005) kann durch ein Update auf Version 2606, Build 20131.20090 behoben werden. In diesem Leitfaden zeigen wir IT-Administratoren die exakte Patch-Installation und geben eine Sicherheits-Checkliste für 2026. Patch-Leitfaden jetzt anfordern
Ausblick: Unified Inbox und Serienbriefe kommen
Ein aktueller Fahrplan von Ende Juni zeigt, was Nutzer des neuen Outlook in den kommenden Monaten erwartet:
- August 2026: Einführung eines globalen Posteingangs für mehrere Konten
- September 2026: Erweiterte Serienbrief-Funktionen und die Möglichkeit, Office-Dateien direkt als Kopie zu versenden
- September/Oktober 2026: Verbesserungen im Ordnerbereich
FBI warnt vor neuer Phishing-Plattform
Das FBI hat am 29. Juni vor der Phishing-Plattform Kali365 gewarnt. Die Angreifer nutzen die sogenannte Device-Code-Authentifizierung, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung (MFA) von Microsoft-365-Konten zu umgehen. Durch das Abfangen von OAuth-Tokens erhalten sie dauerhaften Zugriff auf Outlook, Teams und OneDrive – ohne dass ein Passwort nötig ist.
Sicherheitsforscher identifizierten im Juni zudem weitere Bedrohungen wie den Tycoon-2FA-Angriff und sogenannte Split-Click-Manöver, die darauf abzielen, Sitzungstoken zu stehlen. Experten empfehlen Unternehmen, ihre Überwachung über die reine E-Mail-Filterung hinaus auszuweiten und ungewöhnliche Token-Aktivitäten im Blick zu behalten.
Während Microsoft den Rechtsklick-Fix liefert, warnt das FBI vor der Phishing-Plattform Kali365, die MFA umgeht. Schützen Sie Ihre Exchange-Umgebung mit einer 5-Punkte-Token-Sicherheitsstrategie. Sicherheits-Checkliste 2026 herunterladen
Menschliches Versagen: 10.000 Pfund Strafe für Datenleck
Nicht nur Hacker, auch die eigenen Mitarbeiter sind ein Risiko. Ein aktueller Fall zeigt, wie teuer ein Fehler sein kann: Ein Anwalt wurde zu einer Geldstrafe von 10.000 Pfund (rund 11.600 Euro) verurteilt, nachdem er versehentlich vertrauliche Mandanteninformationen an einen Journalisten gesendet hatte. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit von Prüfwerkzeugen für ausgehende E-Mails, um versehentliche Datenlecks zu verhindern.
