Outlook, Microsoft

Outlook August: Microsoft vereint Mails aus fünf Konten

29.05.2026 - 10:31:00 | boerse-global.de

Microsoft integriert Gmail und andere Konten in Outlook. Einheitlicher Feed, Copilot-Unterstützung und Sicherheitsupdates sind geplant.

Outlook August: Microsoft vereint Mails aus fünf Konten - Foto: über boerse-global.de
Outlook August: Microsoft vereint Mails aus fünf Konten - Foto: über boerse-global.de

Die neue „Alle Konten“-Ansicht soll das Management mehrerer E-Mail-Postfächer deutlich erleichtern. Der Rollout ist für August 2026 geplant.

Nutzer können künftig verschiedene Konten – darunter Outlook, Microsoft 365 und Gmail – in einem einzigen, einheitlichen Feed zusammenführen. Standardaktionen wie Lesen, Löschen, Verschieben und Archivieren von Nachrichten sind dann über alle verknüpften Konten hinweg möglich.

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Erste Einschränkungen und geplante Funktionen

Die anfängliche Version bringt jedoch noch Limitierungen mit. Die Suchfunktion beschränkt sich zunächst auf das primäre Konto. Auch freigegebene Postfächer werden vorerst nicht unterstützt. Immerhin: Die Integration von Copilot, Microsofts KI-Assistent, soll zum Start verfügbar sein.

Datenschutz und Effizienz: So optimieren Sie Outlook jetzt

Bereits heute können Anwender ihre Outlook-Erfahrung verbessern. Wer seine Privatsphäre schützen möchte, blockiert Tracking-Pixel in den Sicherheitseinstellungen für E-Mails. Das verhindert das automatische Laden von Anhängen und Bildern unbekannter Absender.

Für die Postfach-Organisation bietet die „Sweep“-Funktion vier Automatisierungsoptionen. Dazu gehört das automatische Archivieren von Nachrichten, die älter als zehn Tage sind. Auch das Behalten nur der neuesten Korrespondenz bestimmter Absender ist möglich.

Weitere Produktivitätsfeatures im Überblick:

  • Rückgängig Senden: Nachrichten können bis zu 30 Sekunden nach dem Absenden zurückgeholt werden
  • Anpassung: Mobile Nutzer verändern Wischgesten, Desktop-Anwender aktivieren Gmail-ähnliche Tastaturkürzel
  • KI-Steuerung: Wer klassische Workflows bevorzugt, deaktiviert Copilot und intelligente Vorschläge in den Einstellungen
  • Abo-Verwaltung: Ein Bulk-Unsubscribe-Tool hilft gegen das Newsletter-Chaos

Kritische Sicherheitslücken geschlossen

Die Produktivitätsoffensive fällt mit einer Reihe wichtiger Sicherheitsupdates zusammen. Microsoft schloss kürzlich die Schwachstelle CVE-2026-39835 – eine kritische Sicherheitslücke mit einem CVSS-Score von 9,8. Der Fehler ermöglichte Angreifern die Ausführung von Schadcode über präparierte RTF-Anhänge, ohne dass eine Benutzerauthentifizierung nötig war. Betroffen waren über 400 Millionen Nutzer von Outlook 2016 bis Microsoft 365. Ein Patch wurde am 22. Mai 2026 bereitgestellt.

Bereits im Frühjahr waren weitere Schwachstellen aufgetaucht. CVE-2026-39833, ein Pufferüberlauf im MIME-Header-Parser, wurde am 12. April 2026 geschlossen – nachdem erste Ausnutzungen im aktiven Angriffsumfeld gemeldet wurden. Ein Heap-Corruption-Fehler in der Rendering-Engine (CVE-2026-46597) folgte mit Updates am 30. April 2026.

Abschied von SMS-Codes: Microsoft setzt auf Passkeys

In einer weitreichenden Sicherheitsmaßnahme begann Microsoft am 27. Mai 2026 damit, SMS-Codes für persönliche Konten schrittweise durch Passkeys zu ersetzen. Das Unternehmen bezeichnet SMS als eine der Hauptquellen für Betrug. Die Zukunft gehört biometrisch basierten, kryptografischen Signaturen, die Windows-, Outlook- und OneDrive-Konten absichern sollen.

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Enterprise-Tools und Wettbewerb

Für IT-Administratoren wurde am 27. Mai 2026 „Update Health“ in der Cloud-Update-Konsole allgemein verfügbar gemacht. Das Tool bietet aggregierte Fehleransichten und Diagnose-Exporte. Erste Daten deuten darauf hin, dass sich die mittlere Reparaturzeit (MTTR) für Anwendungsprobleme um 30 bis 40 Prozent reduzieren lässt.

Die Neuerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich Unternehmen auf Preiserhöhungen für Microsoft-365-Lizenzen vorbereiten müssen. Diese liegen zwischen 5 und 33 Prozent und treten am 1. Juli 2026 in Kraft. Zur Kostenkontrolle hat AdminDroid kürzlich ein PowerShell-basiertes Optimierungstool veröffentlicht, das inaktive Nutzer und nicht zugewiesene Lizenzen identifiziert.

Das Drittanbieter-Ökosystem für Outlook wächst ebenfalls. Die japanische Zeitung Asahi Shimbun brachte am 27. Mai 2026 ihre KI-gestützte Korrektursoftware „Typoless“ als Outlook-Add-in auf den Markt.

Der Wettbewerb im Produktivitätssegment bleibt indes intensiv. Nach der Ankündigung von Google Gemini Spark am 19. Mai 2026 wechseln einige Nutzer zu Gmail – wegen der nativen KI-Integration. Sie berichten von Leistungsschwankungen bei Outlooks aktuellem Copilot. Auch Proton Mail zog am 28. Mai 2026 nach: Der verschlüsselte E-Mail-Dienst erlaubt nun das Importieren und Verwalten von Outlook- und Gmail-Konten in seiner geschützten Umgebung.

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