Outlook-Absturz, Microsoft

Outlook-Absturz behoben: Microsoft schließt kritischen Fehler in mso.dll

02.07.2026 - 12:17:57 | boerse-global.de

Microsoft hat den Outlook-Absturz bei Rechtsklicks durch ein Update behoben. Ein Programmierfehler in der mso.dll war die Ursache.

Microsoft Outlook: Absturz nach Rechtsklick nun behoben
Outlook-Absturz - Nahaufnahme einer Hand, die eine Computermaus hält, mit unscharfem Bildschirm im Hintergrund, der eine E-Mail-Oberfläche und eine rote Fehlerüberlagerung zeigt. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Rechtsklick legte E-Mail-Programm lahm

Das Problem trat Ende Juni 2026 auf und betraf vor allem Nutzer des Current Channel und Monthly Enterprise Channel von Microsoft 365. Wer im E-Mail-Text oder auf markierte Wörter rechtsklickte, um das Kontextmenü zu öffnen, erlebte einen sofortigen Absturz. Auch bei der Rechtschreibprüfung oder beim Senden von Nachrichten kam es zu unerwarteten Programmabbrüchen.

Die Windows-Ereignisanzeige lieferte den entscheidenden Hinweis: Ein Fehler in der Datei mso.dll war die Ursache. Microsoft bestätigte später, dass ein Programmierfehler im Rahmen einer Barrierefreiheits-Anpassung den Absturz auslöste. Betroffen waren die Versionen 2605 mit den Builds 20026.20182 und 20026.20168.

Besonders ärgerlich: Die üblichen Notfallmaßnahmen wie der Start im abgesicherten Modus oder ein neues Benutzerprofil halfen nicht.

So wurde der Fehler behoben

Bis zum 2. Juli 2026 hatte Microsoft den Fehler eingekreist und die Version 2606 (Build 20131.20090) veröffentlicht. Nutzer sollten ihre Installation auf diesen Stand oder neuer aktualisieren. Falls das Update nicht automatisch erscheint, empfiehlt Microsoft eine Online-Reparatur der Office-Installation oder einen Neustart des Rechners.

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Einige Administratoren hatten zwischenzeitlich auf den Build 20026.20168 zurückgesetzt – eine Notlösung, die nun nicht mehr nötig ist.

Neue Funktionen für das „Neue Outlook"

Parallel zur Fehlerbehebung treibt Microsoft die Weiterentwicklung des „New Outlook" voran. Seit dem 1. Juli 2026 unterstützt der neue Client den Import und Export von PST-Dateien – inklusive E-Mails, Kalendern und Kontakten. Allerdings ist dafür noch die klassische Outlook-Installation auf demselben Rechner nötig. Microsoft verspricht, diese Abhängigkeit im Laufe des Jahres zu beseitigen.

Weitere Aktualisierungen betreffen die Verwaltung von Stellvertreter-Postfächern und die Kalenderfunktion: Nutzer können nun wählen, ob sie bei Terminänderungen alle Teilnehmer oder nur neu Hinzugekommene informieren möchten.

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Doch auch der neue Client hat seine Tücken: Ein bekannter Fehler verhindert das Öffnen von Excel-Anhängen, deren Dateiname Sonderzeichen enthält. Ein Fix ist in Arbeit.

Sicherheitslücken belasten Microsofts Ökosystem

Die Outlook-Entspannung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für Microsofts Kommunikationsinfrastruktur. Im Juni 2026 entdeckten Sicherheitsforscher mehrere Schwachstellen, darunter CVE-2026-42897 – eine aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke in Exchange Servers Outlook Web Access (OWA). Bereits das Öffnen einer präparierten E-Mail reicht aus, um Angreifern die Kontrolle über die Sitzung zu geben.

Bereits am 9. Juni 2026 schloss Microsoft die Lücke CVE-2026-45504, eine Server-Side-Request-Forgery (SSRF)-Schwachstelle in Exchange Server 2016 und 2019. Angreifer mit gültigen Anmeldedaten konnten damit lokale Dateien auslesen.

Die Vorfälle reihen sich ein in ein turbulentes Jahr für Microsoft: Bereits im Januar waren Notfall-Updates nötig, um Probleme mit dem Cloud-App-Zugriff und der Remotedesktop-Funktion zu beheben – eingeschleppt durch einen fehlerhaften Routine-Update.

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