Outlook ab August: Microsoft bringt zehn neue Funktionen bis Herbst
22.06.2026 - 21:24:53 | boerse-global.de
Bis Herbst 2026 sollen zahlreiche Verbesserungen kommen – doch Performance-Probleme bleiben.
Microsoft hat die Entwicklung von über zehn neuen Funktionen für das New Outlook auf Windows 11 bestätigt. Ziel ist es, den Funktionsumfang des Vorgängers Outlook Classic zu erreichen. Seit Ende Juni testet das Unternehmen verschiedene Updates, die vor allem die Organisationsmöglichkeiten und die Integration zwischen den Anwendungen verbessern sollen. Hintergrund sind anhaltende Beschwerden von Nutzern über Performance-Probleme und fehlende Werkzeuge.
Zeitplan für die neuen Funktionen
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Die Roadmap für das New Outlook sieht mehrere wichtige Meilensteine für die zweite Jahreshälfte 2026 vor. Bereits im August soll eine Alle-Kontakte-Ansicht kommen, die ein einheitliches Postfach für Nutzer mit mehreren E-Mail-Konten bietet. Im September folgt dann eine erweiterte Serienbrief-Funktion, die personalisierte Einzel-E-Mails ermöglicht, sowie eine tiefere Integration mit anderen Office-Dateien.
Weitere Verfeinerungen sind für den Herbst geplant: verbesserte Ordnerverwaltung im September und optimierte Ordnerzählmechanismen im Oktober. Diese Updates gelten als entscheidend, um das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen, die bisher die Stabilität von Outlook Classic bevorzugten.
Doch trotz dieser Neuerungen bleibt die Performance ein großes Problem. Aktuelle Tests zeigen Verzögerungen bei Benachrichtigungen von über zehn Sekunden und Unzuverlässigkeiten bei der Synchronisation mehrerer Konten. Experten betonen: Diese technischen Hürden müssen beseitigt werden, damit die neue Anwendung den Klassiker tatsächlich ersetzen kann.
macOS-Update mit Schönheitsfehler
Parallel dazu hat Microsoft am 22. Juni 2026 Outlook für Mac in der Version 16.110 veröffentlicht. Das Update bringt das Liquid-Glass-Design, das speziell auf macOS 26 Tahoe zugeschnitten ist. Ein wichtiges neues Feature: die native Unterstützung für den Import von PST-Dateien. Damit können Nutzer Windows-basierte Archive direkt übertragen – ohne zusätzliche Konvertierungstools.
Allerdings trübt ein Softwarefehler die Freude. Die Version 16.110 (Build 26061317) hat einen Bug, der die E-Mail-Threading-Funktion betrifft. Berichten zufolge kann das Update dazu führen, dass der bisherige E-Mail-Verlauf in Antworten nicht mehr angezeigt wird. Das erschwert die Verfolgung laufender Konversationen erheblich. Bis ein offizieller Fix kommt, empfehlen Experten, auf die Vorgängerversion zurückzugehen und automatische Updates zu deaktivieren.
KI-Agent „Scout" soll den Arbeitsalltag revolutionieren
Auf der Build-2026-Konferenz stellte Microsoft Scout vor – einen ständig aktiven KI-Agenten für das Microsoft-365-Ökosystem, also Outlook, Teams und SharePoint. Die Enterprise Preview startete sofort für M365-E5-Kunden. Der Agent arbeitet autonom: Er priorisiert E-Mails, fasst Besprechungsinhalte zusammen und organisiert Dateien.
Für die Sicherheit hat Microsoft ein Trust Center und KI-Prüfprotokolle eingeführt. Die Daten der Kunden werden demnach nicht für das Training der Modelle verwendet. Die allgemeine Verfügbarkeit von Scout wird für die zweite Jahreshälfte 2026 als kostenpflichtiges Add-on erwartet. Zeitgleich mit dem Vorstoß zur KI-gesteuerten Produktivität bestätigte Microsoft am 22. Juni 2026 die Einstellung der Edge-Drop-Funktion – um sich auf den Ausbau von Copilot zu konzentrieren.
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Wichtige Frist für Nutzer älterer Office-Versionen
Nutzer älterer Office-Versionen auf macOS und iOS müssen sich auf den 13. Juli 2026 vorbereiten. Microsoft hat angekündigt, dass Office 2019 und 2021 ohne die aktuellsten Patches an diesem Datum in einen Modus mit reduzierter Funktionalität wechseln. Dann sind die Anwendungen nur noch lesend nutzbar – sofern sie kein Update mit einem erneuerten Lizenzzertifikat erhalten.
Zudem bereitet Microsoft die Veröffentlichung von Windows 11 Version 26H2 für Oktober 2026 vor. Dieses Update kommt als Aktivierungspaket und soll unter anderem eine verschiebbare Taskleiste sowie einen Schalter zum Deaktivieren der Websuche in der Windows-Suche enthalten. IT-Administratoren wird empfohlen, die neue Version bereits jetzt über das Insider-Programm zu testen, um die Kompatibilität in Unternehmensumgebungen sicherzustellen.
