Oura, Ring

Oura Ring Gen 3: Cardio Effort und VO2-Max jetzt automatisch erfasst

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 02:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Oura ergänzt Ringmodelle ab Gen 3 um Trainingsbelastungsanalysen und eine VO2-Max-Ermittlung aus GPS-Aktivitäten.
Eine leere Laufbahn bei Sonnenaufgang mit weichem Licht und Schatten auf der Kunststoffoberfläche. Illustration mit AI erstellt.

Der Wearable-Hersteller Oura hat neue Funktionen zur Erfassung der kardiovaskulären Gesundheit für den Oura Ring Gen 3 und neuere Modelle vorgestellt.

Wie Berichte vom 22.10.2026 zeigen, umfasst das Update die Einführung der Funktion Cardio Effort sowie eine automatisierte Schätzung des VO2-Max-Wertes. Bereits am 20.10.2026 hatte das Unternehmen die Cardio-Effort-Funktion angekündigt, die das bisherige Aktivitäts- und Erholungstracking erweitern soll.

Belastungsmessung über Herzfrequenz und Trainingsdauer

Mit Cardio Effort misst das System die kardiovaskuläre Beanspruchung einzelner Trainingseinheiten über das sogenannte TRIMP-Verfahren (Training Impulse), das Dauer und Intensität der Aktivität kombiniert. Die Werte der einzelnen Einheiten werden zu einem Gesamtwert für die jeweilige Woche zusammengefasst. Diese wöchentliche Einstufung erfolgt in fünf Stufen: Light, Fair, Maintaining, Building und Reaching.

Die Skalierung basiert auf individuellen Aktivitätsmustern. Die persönlichen Bereiche werden nach zwei Wochen regelmäßiger Nutzung berechnet, wobei der Bezugsrahmen jeweils die vergangenen sechs Wochen umfasst. Cardio Effort bewertet die Herzfrequenz dabei im Verhältnis zur langfristigen Ruheherzfrequenz des Nutzers und verzichtet auf Schätzungen der theoretischen Maximalherzfrequenz.

Durch diese Methodik kann eine kurze, hochintensive Einheit ein längeres Training bei niedriger Intensität ausgleichen. Krafttraining erzielt in diesem System tendenziell niedrigere Werte. Die Neuerung dient als Ergänzung zum bestehenden Readiness Score.

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Automatisierte Bestimmung der kardiorespiratorischen Fitness

Parallel dazu vereinfacht Oura die Ermittlung des VO2-Max-Wertes, der die maximale Sauerstoffaufnahme angibt. War hierfür bislang ein gesonderter Sechs-Minuten-Gehtest erforderlich, wird der Parameter künftig automatisch aus regulären GPS-Trainingseinheiten abgeleitet. Voraussetzung für die erste Schätzung sind five qualifizierte Aktivitäten, zu denen Spaziergänge, Läufe oder Bergwanderungen mit verbundenem Smartphone zählen.

Der Wert wird in Millilitern pro Kilogramm und Minute (ml/kg/min) ausgewiesen und in Fitnesskategorien von Niedrig über Mittel und Hoch bis hin zu Spitze (Low bis Peak) eingestuft. Die Verlaufsdaten sowie das Datum der letzten Aktualisierung sind im sogenannten My Health Heart Hub einsehbar, inklusive historischer Trends.

Die Funktion wird zunächst über den experimentellen Testbereich Oura Labs für Modelle ab der dritten Ring-Generation bereitgestellt. Ein Zeitplan für einen regulären, breiten Rollout liegt bislang nicht vor.

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Wearable-Daten als Annäherungswerte

Oura weist darauf hin, dass die von Wearables erhobenen Werte Schätzungen darstellen und laborbasierte Leistungsdiagnostiken nicht ersetzen. Auch Cardio Effort sei nicht als definitiver Indikator für ein Übertraining zu verstehen.

Die Funktionserweiterungen fallen in eine Phase verschärften Wettbewerbs im Segment der smarten Ringe, in dem Oura unter anderem mit Anbietern wie Ultrahuman und RingConn konkurriert. Neben anhaltenden Branchendiskussionen über die Messgenauigkeit von am Finger getragenen Sensoren verwiesen Berichte in diesem Zusammenhang auch auf den zuvor verschobenen Börsengang des Unternehmens, der mit Unsicherheiten am Kapitalmarkt begründet wurde.

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