OriginOS 7: Vivo integriert KI-Assistent Jovi und neue Performance-Engine
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 10:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern vivo hat am 21. September 2026 die globale Einführung seines neuen Betriebssystems OriginOS 7 bekannt gegeben. Die Software, die auf Android 17 basiert, integriert den KI-Assistenten Jovi, eine überarbeitete Performance-Engine sowie erweiterte Funktionen für das Multitasking.
Die globale Vorstellung erfolgte zeitgleich mit dem Verkaufsstart der neuen Smartphone-Modelle der X500-Serie in China, die als erste Gerätegeneration nativ mit dem neuen System ausgeliefert werden. Bereits am 16. September 2026 hatte das Unternehmen das Betriebssystem im Rahmen der Vivo Developer Conference 2026 in Shanghai erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Optimierung der Systemgeschwindigkeit und Speichereffizienz
Ein zentraler Aspekt der Neuentwicklung ist die sogenannte Origin Smooth Engine, die über ein Ultra-Core Computing verfügt. Nach Angaben des Herstellers führt diese Technologie zu einer Beschleunigung des App-Kaltstarts um 10 % sowie zu einem um 11 % schnelleren Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungsseiten. Zudem wurde die Rendering-Effizienz durch ein Dual-Rendering-Verfahren um 14,4 % gesteigert.
Im Bereich des Speichermanagements führt vivo die Funktion Memory Fusion ein. Diese soll eine um 60 % höhere Effizienz bei der Speicherrückgewinnung ermöglichen. Auf einem Gerät mit einer Kapazität von 256 GB können so bis zu 25 GB zusätzlicher Speicherplatz freigegeben werden.
Hinsichtlich der Langzeitstabilität gibt das Unternehmen an, dass die Systemgeschwindigkeit auch nach sechs Jahren täglicher Nutzung erhalten bleibe. Dieser Wert basiert auf einem 72-monatigen Anti-Aging-Test in den eigenen Laboren, wobei vivo einschränkt, dass dieser Claim nur für ausgewählte Modelle unter spezifischen Laborbedingungen gilt.
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Erweiterte KI-Funktionen und Produktivitäts-Tools
Das System integriert den Jovi AI Assistant als geräteübergreifenden Agenten, der auch im vivo Office Kit zum Einsatz kommt. Der Assistent ist in der Lage, geplante Aufgaben autonom zu verarbeiten. Dabei kommt eine Sicherheitskomponente namens Jovi Security zum Einsatz, die autonome Aktionen protokolliert und für kritische Schritte die ausdrückliche Freigabe durch den Nutzer einfordert.
Für die produktive Nutzung wurde die Funktion Snap Note entwickelt. Diese ermöglicht es, Fotografien von Whiteboards, handschriftlichen Notizen oder Präsentationsfolien direkt in editierbare Rich-Text-Dokumente umzuwandeln.
Für das Multitasking bietet die Origin Workbench einen speziellen Arbeitsbereich (Task-Space), in dem bis zu fünf Apps gleichzeitig aktiv sein können. Diese Funktion setzt jedoch Hardware mit mindestens 12 GB Arbeitsspeicher voraus.
Interoperabilität mit dem Apple-Ökosystem
Ein markantes Merkmal von OriginOS 7 ist die verbesserte Integration in fremde Ökosysteme, insbesondere das von Apple. In ausgewählten Märkten unterstützt die vivo X200-Serie sowie nachfolgende Modelle der X- und iQOO-Reihe die Kopplung mit der Apple Watch (ab Series 6 sowie SE 2. Generation mit mindestens watchOS 9.6). Hierbei können Benachrichtigungen sowie Trainings- und Gesundheitsdaten in die Origin-Health-App übertragen werden.
Zudem bietet das System eine Akkuanzeige für AirPods innerhalb der Nutzeroberfläche Origin Island sowie Unterstützung für Spatial Audio. Der vivo File Manager ermöglicht künftig den direkten Zugriff auf iCloud-Inhalte. Über das vivo Office Kit lässt sich zudem eine Verbindung zwischen den Smartphones und Endgeräten mit Windows, macOS oder iPadOS herstellen.
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Rollout-Pläne und Verfügbarkeit
Zum globalen Verkaufsstart der Modelle X500, X500 Pro und X500 Pro Max in China leitet vivo zeitgleich ein Preview-Programm für weitere Regionen ein. Dieses umfasst zunächst das Modell X300 Pro sowie ausgewählte iQOO-Geräte in Indien, Thailand und Malaysia. Nach Abschluss der Preview-Phase sollen die X500-Serie, neue Foldables der X-Fold-Reihe sowie die V-Serie das Update erhalten.
OriginOS 7 wird für berechtigte Bestandsgeräte als kostenlose Aktualisierung bereitgestellt. Finale Zeitpläne für weitere Märkte und Geräteserien stehen noch aus. Für den Markt auf den Philippinen wurde bestätigt, dass dieser nicht Teil der ersten Rollout-Welle sein wird. Zu Preisgestaltungen für neue Hardware in den internationalen Märkten machte das Unternehmen zum Zeitpunkt der Systemvorstellung keine Angaben.
