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Optimus Gen 3: Tesla startet Massenfertigung mit 1 Million Robotern pro Jahr

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 09:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Tesla hat die Produktion von Model S und X eingestellt, um in Fremont die Massenfertigung des humanoiden Roboters Optimus Gen 3 zu starten.

Tesla demontiert Model S/X Linien für Optimus Roboter
Schlanker, futuristischer humanoider Roboter, ähnlich Tesla Optimus, in High-Tech-Fabrik mit Roboterarmen im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Elektroautobauer Tesla hat einen radikalen Schritt vollzogen: Die legendären Produktionslinien für Model S und Model X in Fremont wurden demontiert, um Platz für die Massenfertigung des humanoiden Roboters Optimus Gen 3 zu schaffen.

Der Umbau dauerte 46 Tage und wurde am 10. Juli 2026 abgeschlossen. Die Bänder für das Model S (seit 2012) und das Model X (seit 2015) sind Geschichte. An ihrer Stelle entsteht eine der ambitioniertesten Robotik-Fabriken der Welt. Tesla-AI-Chef Ashok Elluswamy zeigte sich zuversichtlich: Die alten Fahrzeuglinien hätten zwar Maßstäbe gesetzt, doch die neue Produktion werde alle Erwartungen übertreffen.

Modulare Fertigung statt Fließband

Statt klassischer Förderbänder setzt Tesla auf ein modulares Produktionsdesign mit rund 40 Unterlinien. Die Fertigungsanlagen dafür werden derzeit in Deutschland gebaut. Die Ziele sind gewaltig: Allein in Fremont sollen künftig eine Million Optimus-Einheiten pro Jahr vom Band rollen. Eine noch größere Fabrik in Texas ist für bis zu zehn Millionen Einheiten jährlich ausgelegt.

Aggressiver Zeitplan für 2026

Nach dem Design-Freeze Ende Juni 2026 läuft der Hochlauf auf Hochtouren:

  • September 2026: 1.000 Einheiten pro Woche
  • Ende 2026: 2.000 bis 2.500 Einheiten pro Woche (rund 100.000 Roboter Jahreskapazität)
  • Ab Ende Juli/August 2026: Erste Kleinserien des Optimus Gen 3

Bereits jetzt sind über 1.000 Roboter im Fremont-Werk im Einsatz. Sie montieren Batteriemodule, verlegen Kabel und laden E-Auto-Akkus. Hunderte feste Bestellungen für August-Lieferungen liegen bereits vor.

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Der Optimus Gen 3 besteht aus rund 10.000 Einzelteilen. Der Körper verfügt über 38 Freiheitsgrade, jede Hand über 22. Die Lieferkette ist global: Mirle Automation liefert Harmonic-Drive-Getriebe und Gelenkmodule, Asia Optical die Linsen für das Kamerasystem. Mirle hat sogar ein Joint Venture in Thailand gegründet, um Präzisionsteile wie Aktuatoren und Getriebe zu fertigen.

Für die Rechenleistung der Zukunft hat Tesla den AI5-Chip fertig entwickelt (Tape-Out abgeschlossen). Die Massenproduktion im 2-Nanometer-Verfahren von Samsung startet allerdings erst 2027. Der Chip kommt zunächst in Optimus-Robotern und Supercomputern zum Einsatz – nicht in Fahrzeugen.

Preise: Vom Luxus zur Massenware

Die ersten kommerziellen Einheiten des Optimus Gen 3 sollen zwischen 50.000 und 80.000 Euro kosten. Das langfristige Ziel liegt jedoch bei 20.000 bis 30.000 Euro – vergleichbar mit einem Kleinwagen. Nur so, so die Rechnung, lässt sich der Massenmarkt erschließen.

Konkurrenz schläft nicht

Tesla ist nicht allein im Rennen um den humanoiden Roboter. Bereits im Mai 2026 absolvierte der Konkurrent Figure 03 einen 200-Stunden-Dauerlauf in einem Logistikzentrum und sortierte dabei über 12.000 Pakete autonom. Hunderte Einheiten wurden bereits an Industriekunden ausgeliefert.

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Auch Unitree Robotics drängt auf den Markt: Der Börsengang im Mai brachte rund 619 Millionen Euro ein, das Unternehmen peilt 20.000 ausgelieferte Einheiten pro Jahr an. Chinesische Industriebehörden haben zudem Programme gestartet, um den realen Robotereinsatz auf 10.000 Einheiten zu skalieren.

Doch Tesla-Chef Elon Musk blickt weit nach vorne: In seinen Prognosen soll die Robotik-Sparte künftig bis zu 80 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. Die Weichen dafür sind mit dem Umbau in Fremont gestellt.

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