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Optimus Gen 3: Tesla rüstet Fremont für Roboter-Serienfertigung um

11.06.2026 - 16:52:38 | boerse-global.de

Tesla stellt Produktion auf Optimus Gen 3 um, während Figure AI auf Geschicklichkeit setzt. Milliarden fließen in die Branche.

Tesla vs. Figure AI: Wettlauf um humanoide Roboter 2026
Optimus - Two advanced humanoid robots, one representing Tesla Optimus and the other Figure 02, in a futuristic factory setting. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während Tesla seine Produktion umstellt und Figure AI auf Geschicklichkeit setzt, treiben Milliarden-Investments die Branche voran.

Tesla rüstet Fremont für Optimus Gen 3 um

Tesla stellt die Weichen für die Serienproduktion des humanoiden Roboters Optimus. Dafür will der Elektroautopionier noch in diesem Jahr die Fertigung des Model S und Model X im Werk Fremont einstellen und die Bänder für die dritte Generation des Roboters umrüsten. Ein erster niedriger Produktionsanlauf ist noch für 2026 geplant, die Massenfertigung soll dann 2027 anlaufen.

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Die technischen Daten des Optimus Gen 3 können sich sehen lassen: Die Hand des Roboters verfügt über 22 Freiheitsgrade – eine deutliche Steigerung gegenüber den elf der Vorgängergeneration. 25 Aktuatoren im Unterarm und eine sehnengetriebene Handarchitektur ermöglichen feinmotorische Bewegungen. Als Gehirn dient die AI5-Plattform mit über 2.000 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (TOPS).

Elon Musk hatte Ende 2025 eingeräumt, dass die Roboter in Teslas eigenen Fabriken noch nicht in nennenswertem Umfang zum Einsatz kommen. Der angestrebte Verkaufspreis liegt bei umgerechnet rund 27.500 Euro. Analysten von Counterpoint Research warnen jedoch: In der Anfangsphase der Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 könnten die Herstellungskosten pro Einheit bei über 55.000 Euro liegen – solange die Stückzahl unter 10.000 bleibt.

Figure AI setzt auf Fingerspitzengefühl

Der Konkurrent Figure AI verfolgt eine andere Strategie: maximale öffentliche Sichtbarkeit und schnelle Iterationen. Im Oktober 2025 präsentierte das Unternehmen den Figure 03, der eine Berührungsempfindlichkeit von drei Gramm vorweisen kann und alltägliche Haushaltsaufgaben erledigt.

CEO Brett Adcock setzt auf vertikale Integration. Die firmeneigene „BotQ“-Fabrik hat eine Anfangskapazität von 12.000 Einheiten pro Jahr – mit dem langfristigen Ziel, innerhalb von vier Jahren auf 100.000 zu kommen. Die Preisgestaltung variiert stark: Während einige Konfigurationen mit umgerechnet bis zu 920.000 Euro zu Buche schlagen, drängt der Konkurrent 1X mit dem Modell „Neo“ für rund 18.000 Euro auf den Markt.

Branchenbeobachter sehen einen entscheidenden Unterschied: Figure AI setzt auf öffentliche Vorführungen, Tesla dagegen auf die Entwicklung von Kernkomponenten und interne Systemintegration. Zuletzt hatte Tesla mit Problemen bei der Komplexität der Handaktuatoren und dem Abgang wichtiger Ingenieure zu kämpfen.

Chinas Lieferketten dominieren die Kosten

Ein entscheidender Faktor für die Preisgestaltung ist die globale Lieferkette – und hier spielt China die Schlüsselrolle. Der Tesla Optimus Gen 3 bezieht rund 70 Prozent seiner Kernkomponenten von chinesischen Zulieferern der ersten und zweiten Reihe. Branchendaten zufolge lassen sich durch die Nutzung dieser Lieferketten die Materialkosten um bis zu 70 Prozent senken.

Ohne diese Partnerschaften würden die Materialkosten für einen High-End-Roboter bei über 120.000 Euro liegen. Zum Vergleich: Das chinesische Modell Unitree G1 kommt für umgerechnet rund 7.800 Euro auf den Markt.

Milliardenschwere Investments treiben die Branche

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Der Sektor erlebt einen beispiellosen Kapitalzufluss. Robotik-Unternehmen haben 2026 bislang insgesamt 55,8 Milliarden Euro eingesammelt. Ein Großteil davon entfällt auf das deutsche Unternehmen NEURA Robotics, das kürzlich eine Series-C-Finanzierungsrunde über 1,3 Milliarden Euro abschloss – mit Beteiligung von Amazon, NVIDIA und mehreren Industrieunternehmen.

NEURA will noch 2026 mit der Auslieferung seines humanoiden Roboters 4NE-1 beginnen. Der Preis: rund 98.000 Euro.

Auch andere Player mischen mit. Xiaomis CyberOne wiegt 52 Kilogramm, verfügt über 21 Freiheitsgrade und wird derzeit vor allem für Labor- und Demonstrationszwecke genutzt – zum Preis von rund 95.000 Euro. Analysten von Morgan Stanley prognostizieren dem Markt für persönliche und industrielle Robotik bis 2040 ein massives Wachstum. Große Technologiekonzerne wie Apple könnten dann jährlich über 120 Milliarden Euro mit der Sparte umsetzen.

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