Opioid-Therapie, Patienten

Opioid-Therapie: 25% der Patienten erhalten Behandlung ohne Leitlinie

29.05.2026 - 17:01:40 | boerse-global.de

Das Schmerzmittel Talvosilen forte ist per E-Rezept verfügbar. Der Bundestag verabschiedet zudem das Apothekenreformgesetz mit wichtigen Neuerungen.

BYD: La expansión global como antídoto a la crisis doméstica - Foto: über boerse-global.de
BYD: La expansión global como antídoto a la crisis doméstica - Foto: über boerse-global.de

Kombinations-Analgetika wie Talvosilen forte sind inzwischen über das E-Rezept verfügbar – ein klares Zeichen für den Wandel der pharmazeutischen Versorgung.

Talvosilen forte: Verfügbar per elektronischem Rezept

Das Schmerzmittel Talvosilen forte, hergestellt von bene Arzneimittel GmbH, ist für erwachsene Patienten und Jugendliche ab 43 Kilogramm Körpergewicht per E-Rezept erhältlich. Die Kombination aus 1000 mg Paracetamol und 60 mg Codeinphosphat-Hemihydrat wird bei mittelstarken bis starken Schmerzen eingesetzt. Die empfohlene Dosierung: höchstens vier Zäpfchen täglich im Abstand von sechs Stunden.

Anzeige

Arthrose-Schmerzen trotz Tabletten? Diese alte Methode könnte der Grund sein, warum viele Betroffene umdenken. Eine Schmerzexpertin zeigt, wie 3 Finger in wenigen Minuten spürbare Linderung bringen können – ganz ohne Nebenwirkungen. 101 Druckpunkte gegen Arthrose: Schmerzexpertin gibt ihr Wissen jetzt kostenlos weiter

Die Verarbeitung solcher Rezepte erfolgt über die nationale Telematikinfrastruktur (TI). Doch genau hier liegt ein Problem. Strategiepapiere von Gematik aus dem Mai 2026 zeigen: Die TI muss grundlegend überholt werden. Die Daten aus dem Jahr 2025 sprechen eine deutliche Sprache: Im Schnitt gab es monatlich 25 TI-bedingte Störungen, darunter 164 spezifische E-Rezept-Fehlfunktionen.

Die Lösung? Ein Umzug in die Cloud. Geplant ist eine zentrale Cloud-Plattform mit einem neuen Backend für E-Rezepte – voraussichtlich bis September 2028.

Apothekenreform: Was sich für Patienten ändert

Der Bundestag verabschiedete am 28. Mai 2026 das Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG). Die zentralen Neuerungen:

  • Das Apotheken-Fixum steigt auf 9,50 Euro
  • Für Langzeitpatienten: Einmalige Ausgabe von Rezeptmedikamenten ohne neues Rezept möglich – nach mehr als drei Quartalen derselben Verordnung
  • Neue Filialapotheken in ländlichen Regionen erlaubt
  • Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTAs) dürfen Apotheken bis zu 20 Tage jährlich eigenständig führen
  • Pauschale für Notdienste verdoppelt
  • „Null-Retaxationen" aus rein formalen Gründen abgeschafft

Besonders der letzte Punkt dürfte Apotheker aufatmen lassen: Bisher führten kleinste Formfehler auf Rezepten zu kompletten Rückforderungen der Kassen.

Opioid-Therapie: Deutschland ohne Krise – aber mit Lücken

Am 27. Mai 2026 veröffentlichte der G-BA Innovationsausschuss neue Forschungsergebnisse zur Langzeittherapie mit Opioiden. Das Projekt Op-US wertete Daten von rund 113.000 DAK-versicherten Patienten aus – mit ernüchternden Erkenntnissen.

Zwar stehe Deutschland nicht vor einer Opioidkrise wie Nordamerika, so die Forscher. Dennoch gibt es erhebliche Qualitätsmängel in der Versorgung. 25 Prozent der untersuchten Patienten erhielten Opioid-Therapien ohne leitliniengerechte Indikation. Der Ausschuss leitete daraus 28 Maßnahmen ab, um Therapiestandards und Patientensicherheit zu verbessern.

Anzeige

Was hat der 3-Finger-Trick mit Arthrose-Schmerzen zu tun? Tausende Betroffene sind überrascht. Eine uralte Technik der Traditionellen Chinesischen Medizin erlebt gerade ein erstaunliches Comeback – jetzt kostenlos nachlesen. Kostenlosen Arthrose-Druckpunkt-Guide hier sichern

Digitale Beipackzettel: Pilotprojekt startet im Juli

Die Pharmaindustrie treibt die Digitalisierung weiter voran. Das Pilotprojekt „diGItal", unterstützt von BPI und vfa, startet im Juli 2026 in Krankenhäusern. Gedruckte Packungsbeilagen werden durch digitale Versionen mit Suchfunktion ersetzt.

Bereits seit Dezember 2025 sind digitale Beipackzettel in rund 35 Millionen elektronischen Patientenakten (ePA) von zwölf Krankenkassen abrufbar. Patienten und Ärzte erhalten dort in Echtzeit durchsuchbare Informationen zu Dosierung und Nebenwirkungen – direkt in der digitalen Gesundheitsakte.

Was bedeutet das für den Alltag? Statt mühsamem Suchen in der Packungsbeilage reicht künftig ein Klick in der ePA. Ein Fortschritt, der besonders bei komplexen Medikamentenregimen Zeit spart und Fehler vermeiden hilft.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69442773 |