Operation, WallHack

Operation WallHack: Ukraine zerschlägt Phishing-Ring gegen Mobilfunknutzer

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 21:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die ukrainische Cyberpolizei sperrte Tausende Phishing-Seiten, nahm acht Verdächtige fest und übergab fünf Verfahren an Gerichte.

Ukraine zerschlägt Phishing-Ring mit 239 Durchsuchungen
Ein spärlich beleuchteter, leerer Raum in einem alten Betongebäude mit freiliegenden Leitungen und Schatten. Illustration mit AI erstellt.

Die ukrainische Cyberpolizei hat im Rahmen eines großangelegten Schlages gegen die organisierte Internetkriminalität ein weit verzweigtes Phishing-Netzwerk zerschlagen.

Wie unter anderem mezha.net und 112.ua in Berichten vom 18. September 2026 meldeten, konzentrierte sich der behördliche Einsatz unter dem Codenamen „WallHack“ auf kriminelle Strukturen, die insbesondere Mobilfunknutzer ins Visier nahmen. Die Ermittlungen dazu liefen in den Monaten Juli und August 2026.

Die Einsatzkräfte führten insgesamt 239 Durchsuchungen durch, die sich auf die Hauptstadt Kiew sowie 19 weitere Regionen des Landes erstreckten. Im Zuge der Maßnahmen wurden knapp 600 Computer als Beweismittel sichergestellt.

Gefälschte Webseiten und Messenger-Kanäle abgeschaltet

Die Gruppierungen hatten es laut den Ermittlungsbehörden sowohl auf ukrainische Staatsbürger als auch auf Personen in der Europäischen Union abgesehen. Dabei setzten die Täter auf professionell gestaltete Phishing-Webseiten, die Portale von Banken, Online-Marktplätzen und staatlichen Behörden nachahmten, um Zugangsdaten und sensible Finanzinformationen abzugreifen. Im Zuge der behördlichen Operation wurden mehrere Tausend dieser betrügerischen Webseiten gesperrt.

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Ebenso nahmen die Strafverfolger die Verbreitungswege ins Visier, die häufig über mobile Kommunikationsplattformen liefen. Rund 300 Telegram-Kanäle, die jeweils über 5000 Abonnenten zählten und mutmaßlich zur Verbreitung von Phishing-Links dienten, wurden eingestellt. Die genaue Schadenssumme, die durch die Täuschung der mobilen Nutzer entstanden ist, wird derzeit noch von den Behörden ermittelt.

Festnahmen und erste Verfahren vor Gericht

Neben der Stilllegung der digitalen Infrastruktur meldete die Polizei konkrete Fahndungserfolge gegen die mutmaßlichen Drahtzieher und Unterstützer. Insgesamt wurden 23 Verdachtsanzeigen erstattet und 8 Festnahmen vollzogen. Für 4 Personen ordneten die zuständigen Gerichte die Untersuchungshaft an.

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Die Auswertung des sichergestellten Daten- und Gerätematerials führte bereits zu konkreten juristischen Schritten. Demnach wurden bislang 5 Strafverfahren abgeschlossen und an das Gericht übergeben. Die Auswertung der beschlagnahmten IT-Geräte dauert derweil weiter an, um mögliche weitere Hinterleute und das gesamte finanzielle Ausmaß der Angriffe aufzudecken.

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