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openDesk: Sechs Anbieter gründen Berliner Firma für den Privatmarkt

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 13:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sechs Technologieanbieter bündeln openDesk in einer neuen Gesellschaft und richten die Plattform auch auf Firmen und kritische Infrastruktur aus.

Modernes, helles und minimalistisches Büro-Interieur mit natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Die Anbieter der Software-Suite openDesk weiten ihren geschäftlichen Fokus aus. Wie aus einem Bericht von daily.dev vom 14. Oktober 2026 hervorgeht, haben sechs Technologieanbieter gemeinsam die Open Productivity Software GmbH mit Sitz in Berlin gegründet.

Die neue Organisation soll die zuvor vor allem im deutschen öffentlichen Sektor genutzte Kollaborationsplattform künftig auch privatwirtschaftlichen Unternehmen sowie Betreibern kritischer Infrastrukturen zugänglich machen.

Hinter dem Vorhaben stehen die Unternehmen Collabora Productivity, Element, Nordeck, Open-Xchange, Univention und XWiki. Die Führung der Neugründung übernimmt eine Doppelspitze: Dr. Gerald Pfeifer, ehemals beim Open-Source-Spezialisten SUSE tätig, und Peter Ganten, Geschäftsführer von Univention, leiten die Open Productivity Software GmbH.

Bündelung etablierter Werkzeuge in einer Plattform

Die Lösung openDesk ist als Alternative zu proprietären Produktivitätssuiten konzipiert und führt mehrere eigenständige Open-Source-Dienste zusammen. Das Paket deckt zentrale Anforderungen digitaler Zusammenarbeit ab:
- Dokumentenbearbeitung und Textverarbeitung
- Chat-Kommunikation über das Matrix-Protokoll
- Videokonferenzen auf Basis von Jitsi
- Integrierte E-Mail- und Kalenderfunktionen
- Zentrales Identitätsmanagement
- Wissensverwaltung über ein Wiki-Modul
- Dateiverwaltung und Dateiaustausch über Nextcloud
- Strukturierte Aufgaben- und Projektplanung mittels OpenProject

Durch diese Zusammenstellung sollen Organisationen eine einheitliche Infrastruktur erhalten, ohne sich an einzelne proprietäre Plattform-Ökosysteme binden zu müssen. Bislang fand openDesk vor allem im Behördenumfeld Beachtung, um Anforderungen an Datenschutz und digitale Souveränität zu erfüllen.

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Ausbau des Partnernetzwerks und Bereitstellungsmodelle

Für den erweiterten Markteintritt kooperiert das Berliner Unternehmen bereits mit mehreren Dienstleistern. Als offizielle Partner für den Start stehen Adfinis, die msg group und Smile fest. Diese Partner sollen die Integration und den operativen Einsatz der Software bei Geschäftskunden unterstützen.

Hinsichtlich des technischen Betriebs ist die Produktstrategie noch nicht in allen Punkten abgeschlossen. Wie aus den vorliegenden Angaben hervorgeht, befindet sich die genaue Ausgestaltung hinsichtlich lokal betriebener Installationen im eigenen Rechenzentrum und cloudbasierten Varianten weiterhin in der Entwicklung.

Die Abwägung zwischen selbst gehosteter IT-Infrastruktur und flexiblen Cloud-Lösungen bildet für viele Unternehmen einen zentralen Faktor bei der Konsolidierung ihrer Arbeitsplatzwerkzeuge.

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Vorstoß in regulierte Branchen

Mit dem Schritt in die Privatwirtschaft zielt das Konsortium insbesondere auf Organisationen ab, die hohe Ansprüche an Sicherheit und Eigenständigkeit bei der Datenhaltung stellen.

Die gezielte Adressierung von Betreibern kritischer Infrastruktur spiegelt den wachsenden Bedarf wider, digital vernetzte Arbeitsplätze abzusichern und Abhängigkeiten von einzelnen multinationalen Großkonzernen zu verringern. Die Ausgründung der Berliner Betreibergesellschaft soll dafür die organisatorischen Rahmenbedingungen und standardisierten Vertriebswege schaffen.

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