ZenDiS, Plattform

openDesk-Partnerprogramm: ZenDiS öffnet die Plattform für IT-Dienstleister

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 08:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das ZenDiS öffnet openDesk für neue Vertriebspartner. Zugleich nutzen rund 100.000 Verwaltungsarbeitsplätze die Suite; zwei Kommunen treiben den Einsatz voran.

ZenDiS startet openDesk-Partnerprogramm für IT- und Cloud-Dienstleister
Moderne Serverinfrastruktur in einem professionellen Rechenzentrum mit blauen Statusleuchten. Illustration mit AI erstellt.

Das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) hat die Einführung eines neuen Partnerprogramms für openDesk bekannt gegeben. Damit wird es privaten Cloud- und IT-Dienstleistern erstmals ermöglicht, eigene Dienstleistungsangebote auf Basis der openDesk Enterprise Edition zu entwickeln und zu vertreiben.

Wie am 23. September 2026 berichtet wurde, reagiert die Organisation damit auf die wachsende Relevanz von Open-Source-Lösungen in der öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft.

Struktur des Partnerprogramms und Zertifizierungen

Das neue Programm ist in drei spezialisierte Partnerkategorien unterteilt, um unterschiedliche Kompetenzbereiche der IT-Wirtschaft abzudecken. In der Kategorie „Official Distributor“ agieren sogenannte Value-added Distributors.

Für SaaS-Anbieter wurde die Kategorie „Approved Sovereign Service Provider“ geschaffen. Diese Partner müssen spezifische Sicherheitsanforderungen erfüllen, darunter eine BSI-C5-Attestierung sowie die Zertifizierung nach SEAL Level 3 des European Cloud Sovereignty Frameworks.

Die dritte Kategorie, „Approved System Integrator“, richtet sich an Full-Service-IT-Dienstleister, die über fundierte Kenntnisse in den Bereichen Open Source und Kubernetes verfügen. Neben diesen zertifizierten Pfaden bietet das ZenDiS zudem einen Reseller-Pfad an, für den keine gesonderte Zertifizierung erforderlich ist.

Pamela Krosta-Hartl, Geschäftsführerin des ZenDiS, erklärte laut einem Bericht vom 23. September 2026, dass das Zentrum mit diesem Schritt auf die enorme Nachfrage nach souveränen Softwarelösungen reagiere.

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Aktuelle Verbreitung in der Bundesverwaltung

Die Akzeptanz von openDesk hat in der jüngeren Vergangenheit deutlich zugenommen. Den verfügbaren Informationen zufolge nutzen bereits rund 100.000 Verwaltungsarbeitsplätze die quelloffene Office-Suite.

Zu den prominenten Anwendern gehören unter anderem das Bundeskanzleramt sowie das Robert Koch-Institut (RKI). Die Plattform soll Behörden dabei unterstützen, Abhängigkeiten von einzelnen Software-Herstellern zu reduzieren und die Datenhoheit der öffentlichen Hand zu sichern.

Kommunale Implementierungsprojekte in Süddeutschland

Neben der Bundesebene gewinnt openDesk auch auf kommunaler Ebene an Bedeutung. Die Stadt Oberkirch in Baden-Württemberg plant, ihre bestehende HCL-Notes- und Domino-Umgebung bis Ende 2026 vollständig durch openDesk zu ersetzen. Nach Angaben der Stadtverwaltung handelt es sich dabei um das bundesweit erste Projekt dieser Art in diesem Umfang.

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Parallel dazu treibt die Stadt Neuburg an der Donau ihre Digitalisierungsstrategie voran. Nach der erfolgten Umstellung auf openDesk stehen dort als nächste Integrationsschritte die Implementierung von Chat-Funktionen und Videokonferenzlösungen auf dem Programm.

Beide kommunalen Projekte werden von dem in Düsseldorf ansässigen IT-Dienstleister DACHS IT umgesetzt. Das Unternehmen übernimmt dabei die technische Implementierung der Open-Source-Komponenten in die bestehenden Verwaltungsstrukturen. Diese Entwicklungen unterstreichen den Trend, standardisierte Open-Source-Arbeitsplätze als Alternative zu proprietären Systemen in deutschen Kommunen zu etablieren.

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