OpenAI-Roboter: Sam Altman peilt erste Demonstration für 2027 an
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 08:00 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas US-amerikanische Technologieunternehmen OpenAI arbeitet an der Entwicklung eines eigenen humanoiden Roboters. Dies bestätigte Vorstandschef Sam Altman im Podcast „Sources“.
Der Schwerpunkt des Projekts liege Altman zufolge klar auf dem künstlichen Gehirn und damit auf der Steuerungssoftware, während der Bau des eigentlichen Körpers als geringere Herausforderung eingestuft werde. Die Entwicklung hochentwickelter Software-Intelligenz stelle nach seiner Einschätzung die weitaus größere Hürde dar.
Menschliche Form für eine menschliche Umgebung
Die Entscheidung für eine menschenähnliche Bauweise begründete Altman mit den Bedingungen der bestehenden Infrastruktur. Da die physische Umwelt mit Elementen wie Türen, Tastaturen und Arbeitswerkzeugen speziell für den Menschen geschaffen worden sei, mache die humanoide Form für vielseitig einsetzbare Maschinen am meisten Sinn.
Die Pläne markieren eine Rückkehr des Unternehmens zur Robotik-Hardware. In der Vergangenheit hatte OpenAI bereits das Projekt Dactyl betrieben, bei dem eine Roboterhand zunächst in Computersimulationen trainiert wurde und später physisch unter anderem einen Zauberwürfel lösen konnte.
Wer sich mit dem technologischen Wandel durch Robotik und KI befasst, sollte die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht unterschätzen. Dieser kostenlose Report liefert konkrete Einblicke in Unternehmen, die von Milliarden-Investitionen in diese Zukunftstechnologien profitieren. Robotik und KI: So erkennen Sie die Profiteure der neuen Industrieära
Demonstration für 2027 anvisiert
Bis zu einem tatsächlichen Einsatz im Alltag ist jedoch mit einer langen Vorlaufzeit zu rechnen. In einem Gespräch mit dem Magazin Fortune stellte Altman eine erste Demonstration für das Jahr 2027 in Aussicht. Auf öffentlichen Straßen oder in regulären Einsatzgebieten dürften die Geräte nach seinen Angaben erst einige Jahre später zu sehen sein. Berichten zufolge gilt eine kommerzielle Markteinführung derzeit noch als weit entfernt.
Zu zentralen Parametern der Entwicklung hält sich das Unternehmen bislang bedeckt. Es liegen weder Informationen über das äußere Erscheinungsbild noch über die konkreten Fähigkeiten oder unterstützten Sprachen vor. Auch Einzelheiten zu Inhalten der geplanten Präsentation, Preismodellen, potenziellen Abonnements, Datenschutzmechanismen, festen Veröffentlichungsterminen oder unabhängigen Testverfahren wurden nicht bekannt gegeben.
Stellenanzeigen skizzieren Einsatzziele
Konkrete Hinweise auf das Vorhaben liefern aktuelle Ausschreibungen des Unternehmens. Bei OpenAI waren zuletzt 27 Robotik-Stellen vakant. Das Anforderungsprofil deckt weite Teile der Hardware- und Softwareentwicklung ab: Gesucht werden Fachkräfte für die Bewegungs- und Aktorsteuerung, Zustandsschätzung sowie für die Infrastruktur des maschinellen Lernens. Weitere Positionen betreffen die Bereiche elektromechanische Aktoren, Fertigung und Lieferketten.
Aus den Formulierungen der Stellenanzeigen gehen zudem Zwischenstufen der Produktstrategie hervor. Als kurzfristiges Ziel wird demnach der Aufbau eines Allzweckroboters genannt, der primär für die Errichtung von Infrastruktur eingesetzt werden soll.
Experten analysieren derzeit die größte Industrierevolution seit Jahrzehnten, die durch die Verknüpfung von künstlicher Intelligenz und Maschinenbau entsteht. Ein aktueller Report fasst zusammen, wie diese Technologien ganze Branchen umkrempeln und wer von dieser Entwicklung am meisten profitiert. Kostenlosen Report zur industriellen Revolution herunterladen
Langfristig strebe das Unternehmen hingegen die Verwirklichung eines persönlichen Roboters für Endanwender an. Im Segment humanoider Roboter trifft OpenAI auf bereits aktive Mitbewerber der Technologie- und Automobilbranche, darunter Tesla mit seinem Modell Optimus sowie der Hersteller XPENG mit dem Projekt IRON.
