OpenAI-Rechenzentrum, Gigawatt

OpenAI-Rechenzentrum: 8 Gigawatt für weltgrößte KI-Infrastruktur

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 04:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI errichtet in Ohio das weltweit größte KI-Rechenzentrum mit acht Gigawatt Kapazität. Nvidia unterstützt das Milliardenprojekt finanziell und technologisch.

OpenAI plant gigantisches KI-Rechenzentrum in Ohio mit Nvidia-Unterstützung
Eine weitläufige Baustelle in Ohio, auf der ein großes Rechenzentrum für künstliche Intelligenz errichtet wird. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Technologieunternehmen OpenAI beabsichtigt den Bau des weltweit größten Rechenzentrums für künstliche Intelligenz in Pike County, Ohio. Das Projekt soll auf dem Gelände der ehemaligen Portsmouth Gaseous Diffusion Plant entstehen, einer rund 100 Meilen östlich von Cincinnati gelegenen, früher für die Anreicherung von Uran genutzten Anlage.

Mit einer geplanten Gesamtkapazität von acht Gigawatt (GW) würde der Standort eine neue Dimension in der Infrastruktur für Hochleistungsrechnen markieren.

Massive Kapazitäten und schrittweiser Ausbau

Die Realisierung des Vorhabens erfolgt in Kooperation mit dem Energieunternehmen SB Energy. Der Zeitplan sieht vor, dass eine erste Phase mit einer Kapazität von 800 Megawatt bis zum Jahr 2028 fertiggestellt wird.

Die Kosten für diesen ersten Abschnitt werden auf 30 bis 40 Milliarden US-Dollar beziffert. Bis zum Jahr 2032 soll das Rechenzentrum seine volle Ausbaustufe von acht Gigawatt erreichen. Diese Energiemenge entspräche rechnerisch dem Bedarf von rund 6,4 Millionen Haushalten.

OpenAI hat für den Campus einen Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen. Im Rahmen des Projekts wurde zudem vereinbart, dass OpenAI exklusiv auf Infrastruktur des Chip-Herstellers Nvidia zurückgreifen wird.

Finanzielle Absicherung und regionale Investitionen

Unterstützt wird das Vorhaben maßgeblich durch Nvidia. Das Unternehmen investiert laut Berichten 1,5 Milliarden US-Dollar direkt in SB Energy für den sogenannten PORTS-Pike-Campus.

Darüber hinaus stellt Nvidia eine Finanzierung von bis zu 105 Milliarden US-Dollar bereit. Dabei handelt es sich um eine bedingte Rückstellung für Leasingverpflichtungen von OpenAI, nicht um eine unmittelbare Barzahlung.

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Diese Garantieform, die in Dokumenten der US-Börsenaufsicht SEC geführt wird, reduzierte sich innerhalb einer Woche von ursprünglich 250 Milliarden US-Dollar auf den aktuellen Stand von 105 Milliarden US-Dollar.

Flankierend zum Bau des Rechenzentrums plant SB Energy erhebliche Investitionen in die Energieinfrastruktur. Das Unternehmen beabsichtigt, mindestens 10 GW an neuer Energieerzeugung zu schaffen und investiert 4,2 Milliarden US-Douglas in den Ausbau des Stromnetzes.

Wirtschaftliche Impulse und soziale Zusagen

Das Großprojekt soll erhebliche Auswirkungen auf den lokalen Arbeitsmarkt haben. Während der Bauphase werden rund 35.000 Arbeitsplätze erwartet, langfristig sollen 2.500 Dauerstellen am Standort entstehen.

Um die Akzeptanz in der Region zu fördern, haben OpenAI und SB Energy zugesagt, jeweils 40 Millionen US-Dollar in einen lokalen Gemeindefonds einzuzahlen. Zudem stellt OpenAI Codex-Credits im Wert von 84 Millionen US-Dollar für insgesamt 844.000 Studenten zur Verfügung.

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Umweltrisiken und regulatorische Herausforderungen

Trotz der wirtschaftlichen Erwartungen stößt das Projekt auf ökologische und soziale Bedenken. Der gewählte Standort ist aufgrund seiner Geschichte als Atomwaffenanlage noch immer kontaminiert.

SB Energy hat sich im Zuge der Planungen zu einer beschleunigten Sanierung des Geländes verpflichtet. Anwohner äußerten jedoch Besorgnis über mögliche Gesundheitsrisiken. Eine Studie aus dem Jahr 2022 wies für Pike County die höchste Krebsrate im Bundesstaat Ohio aus.

Zusätzlich gerät die Belastung des Stromnetzes in den Fokus. Ohio beherbergt bereits 240 Rechenzentren; die Strompreise im Bundesstaat sind seit 2005 um 175 Prozent gestiegen. Vor diesem Hintergrund hat Senator Husted den „Ratepayer Protection Act“ eingebracht.

Die Gesetzesvorlage (House Bill 983) zielt darauf ab, den Betrieb und die Auswirkungen von Rechenzentren künftig stärker zu regulieren, um private Verbraucher vor weiteren Preissteigerungen zu schützen.

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