OpenAI-Rechenzentrum, Milliarden

OpenAI-Rechenzentrum: 500 Milliarden Dollar für zehn Gigawatt in Ohio

10.06.2026 - 10:30:03 | boerse-global.de

OpenAI verhandelt über das größte KI-Rechenzentrum der Welt in Ohio. Das 500-Milliarden-Projekt soll zehn Gigawatt Leistung bieten.

OpenAI plant Mega-Rechenzentrum in Ohio für 500 Milliarden Dollar
OpenAI-Rechenzentrum - A vast, futuristic data center campus under construction in rural Ohio, with glowing server racks and high-voltage power lines. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

OpenAI verhandelt über die Anmietung eines geplanten KI-Rechenzentrums in Ohio – mit einer Investitionssumme von bis zu 500 Milliarden Dollar (rund 465 Milliarden Euro). Die Anlage auf einem ehemaligen US-Regierungsgelände in Pike County soll eine Kapazität von zehn Gigawatt erreichen und wäre damit eines der größten Infrastrukturprojekte der Technologiegeschichte.

Ein Rechenzentrum von beispiellosem Ausmaß

Das geplante Areal erstreckt sich über rund 3.700 Acres (etwa 1.500 Hektar) auf dem Gelände der ehemaligen Portsmouth Gaseous Diffusion Plant, das dem US-Energieministerium gehört. Bauherr ist SB Energy, eine Tochter des japanischen SoftBank-Konzerns. Die Energieversorgung ist das zentrale Problem: Neun der zehn Gigawatt sollen aus Erdgas stammen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass der Strombedarf allein für dieses Projekt die aktuellen Reservekapazitäten der US-amerikanischen Stromnetze übersteigt.

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Das Ohio-Projekt ist das Herzstück der sogenannten Stargate-Initiative, einem gemeinsamen Infrastrukturvorhaben von OpenAI, SoftBank und Oracle. Die Kapazität dieses einen Standorts übertrifft die kombinierte Leistung von sieben weiteren geplanten Stargate-Standorten, die insgesamt auf sieben Gigawatt kommen.

Nvidia als strategischer Partner

Eine Schlüsselrolle kommt dem Chip-Hersteller Nvidia zu. Das Unternehmen hat Investitionszusagen von bis zu 100 Milliarden Dollar (rund 93 Milliarden Euro) signalisiert und wird voraussichtlich finanzielle Garantien übernehmen. Nvidia liefert zudem die benötigte KI-Hardware: Die erste Gigawatt-Stufe soll mit der neuen Nvidia Vera Rubin-Plattform ausgestattet werden.

Die Gesamtinvestition von 500 Milliarden Dollar umfasst den Einkauf spezialisierter Chips, Arbeitskosten und die umfangreiche Versorgungsinfrastruktur. Der geplante Mietvertrag läuft über 20 Jahre – OpenAI würde erst mit Betriebsaufnahme der Anlage mit den Zahlungen beginnen.

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Zeitplan und Unternehmenskontext

Die Entwicklung erfolgt in Phasen: Die erste Gigawatt-Stufe soll bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 ans Netz gehen. Der vollständige Betrieb von Phase 1 ist für 2028 vorgesehen. Im März 2026 hatten SB Energy und das US-Energieministerium eine entsprechende Partnerschaft vereinbart.

Die Verhandlungen fallen in eine Zeit intensiver Unternehmensaktivität bei OpenAI. Erst Anfang Juni 2026 reichte das Unternehmen vertraulich einen Börsenprospekt für einen Börsengang ein. Beobachter sehen darin einen strategischen Schritt: Während Private-Equity- und Venture-Capital-Investoren lange auf Software setzten, verschiebt sich der Fokus nun zunehmend auf die physische Infrastruktur – und damit auf die Frage, woher die immense Rechenleistung für künstliche Intelligenz überhaupt kommen soll.

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