OpenAI-Deal, US-Regierung

OpenAI-Deal: US-Regierung erhält 5% Anteile im Wert von 42,6 Mrd.

02.07.2026 - 21:47:42 | boerse-global.de

OpenAI plant, der US-Regierung fünf Prozent seiner Anteile zu schenken. Der Deal könnte einen nationalen Souveränitätsfonds für KI-Erträge begründen.

OpenAI überträgt US-Regierung Anteile für nationalen KI-Fonds
OpenAI-Deal - Abstrakte Darstellung eines KI-Neuronalen Netzes, verwoben mit dem US-Kapitol und Finanzdaten, symbolisiert die Schnittstelle von KI, Regierung und Finanzen. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

OpenAI will der US-Regierung fünf Prozent seiner Anteile übertragen – ein Deal im Wert von über 40 Milliarden Euro.

Der Vorstoß von CEO Sam Altman zielt darauf ab, die amerikanische Bevölkerung direkt am finanziellen Erfolg der Künstlichen Intelligenz zu beteiligen. Die Gespräche mit der Trump-Administration befinden sich in einer frühen Phase. Bewertet man OpenAI mit rund 852 Milliarden Dollar (etwa 780 Milliarden Euro), wäre ein Fünf-Prozent-Anteil rund 42,6 Milliarden Dollar wert.

Ein Staatsfonds für das KI-Zeitalter

Altman schwebt ein nationaler Souveränitätsfonds nach dem Vorbild des Alaska Permanent Fund vor. Dieser schüttet in Alaska regelmäßig Dividenden aus den Öleinnahmen an die Bürger aus. Die OpenAI-Beteiligung könnte den Grundstock für ein ähnliches Modell bilden – nur eben mit KI-Erträgen statt Ölgeldern.

Der CEO hat den Plan mit Präsident Trump, Finanzminister Scott Bessent und Handelsminister Howard Lutnick diskutiert. Seit über einem Jahr wirbt Altman im Weißen Haus für die Idee eines „Public Wealth Fund". Ein formelles Angebot legte er im April 2026 vor.

Branchenweite Beteiligung denkbar

OpenAI ist derzeit der Haupttreiber der Verhandlungen. Doch das Modell ist offen für andere führende KI-Entwickler. Auch Google und Meta sollen bereits angesprochen worden sein. Die Initiative kommt zu einem strategischen Zeitpunkt: Sowohl OpenAI als auch der Konkurrent Anthropic haben Börsengänge (IPOs) angemeldet. Ein staatlicher Anteil könnte regulatorische Hürden senken und das Risiko für Investoren vor dem Börsengang mindern.

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Politische Kontroversen

In Washington gehen die Meinungen auseinander. Präsident Trump zeigt sich interessiert an der Partnerschaft. Andere Politiker fordern deutlich mehr. Senator Bernie Sanders etwa schlägt eine einmalige 50-Prozent-Aktiensteuer auf KI-Firmen vor – das würde seiner Schätzung nach einen öffentlichen Anteil von sieben Billionen Dollar sichern.

Kritiker bezeichnen den Fünf-Prozent-Plan als potenziellen „PR-Gag" und warnen vor künftigen Rettungsaktionen. Befürworter verweisen dagegen auf den Erfolg früherer Staatsbeteiligungen: Die US-Regierung hielt einst zehn Prozent an Intel – für 8,9 Milliarden Dollar erworben, stieg der Wert um fast 400 Prozent.

Enge Verflechtung mit der Regierung

Die Verhandlungen sind Teil einer wachsenden Zusammenarbeit zwischen KI-Laboren und Bundesbehörden. Erst in den letzten Monaten verschob OpenAI den Start seines Modells GPT-5.6 auf Bitten der US-Regierung. Bei Anthropic wurden Exportkontrollen aufgehoben, nachdem die Behörden zunächst bestimmte Hochleistungssysteme gestoppt hatten.

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Hürden auf dem Weg

Für die Übertragung der Anteile braucht die Regierung vermutlich die Zustimmung des Kongresses. Nötig wären neue Finanzvehikel und Verwaltungsstrukturen. Anders als bei einem klassischen Aktienverkauf handelt es sich um eine Anteilsschenkung – das Geld soll direkt der öffentlichen Hand zugutekommen.

Anthropic ist an den aktuellen Gesprächen nicht direkt beteiligt. Die gesamte Branche beobachtet die Entwicklung jedoch genau. Sollte der Deal gelingen, wäre er ein historischer Einschnitt: Die US-Regierung würde erstmals direkt am kommerziellen Erfolg generativer KI beteiligt sein.

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