OpenAI-Chip, Jalapeno

OpenAI-Chip Jalapeno: 4x schneller, 80% auf AGI-Weg

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 23:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI erwartet die Realisierung künstlicher allgemeiner Intelligenz in diesem Jahr. Neue Hardware und das Modell „Bel“ sollen die Basis liefern, während Sicherheitsbedenken bestehen.

OpenAI peilt AGI bis Ende 2026 an: Neues Modell „Bel“ und Chip „Jalapeno“ als Meilensteine
Ein hochmodernes Server-Rack mit spezialisierter KI-Hardware in einem professionellen Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das US-amerikanische KI-Unternehmen OpenAI hat das Ziel formuliert, die sogenannte künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) bereits bis zum Ende des laufenden Jahres 2026 zu realisieren.

CEO Sam Altman und die Unternehmensführung gaben bekannt, dass sie die Erreichung dieser technologischen Schwelle in den kommenden Monaten erwarten. OpenAI definiert AGI als hochautonome Systeme, die in der Lage sind, Menschen bei den meisten wirtschaftlich wertvollen Arbeiten zu übertreffen.

Technologische Grundlage durch das Modell „Bel“

Ein wesentlicher Meilenstein auf diesem Weg ist der Abschluss des Pretrainings für das neue KI-Modell mit dem Codenamen „Bel“. Das System, das als Nachfolger des Modells „Doug“ positioniert ist, verfügt über mehr als 10 Billionen Parameter. Laut Mark Chen, dem Chief Research Officer von OpenAI, befinde sich das Unternehmen derzeit zu etwa 80 Prozent auf dem Weg zur vollständigen AGI.

„Bel“ soll als fundamentales Fundament für künftige Modellfamilien wie Astra und GPT-6 dienen. Innerhalb der Branche wird das Modell bereits als potenzielles Schwellensystem für die künstliche allgemeine Intelligenz gehandelt.

Parallel zu den Fortschritten bei der Software hat OpenAI mit „Jalapeno“ zudem seinen ersten eigenen Inferenz-Chip vorgestellt. Sam Altman hob die Geschwindigkeit der neuen Hardware hervor, die speziell für den Einsatz in hochkomplexen KI-Umgebungen entwickelt wurde.

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Hardware-Durchbruch mit dem ASIC-Chip „Jalapeno“

Die Einführung des „Jalapeno“-Chips markiert einen strategischen Schritt, um die Effizienz der Berechnungen massiv zu steigern. Nach Angaben von OpenAI liefert der Chip bei interaktiven Workloads eine 2,1- bis 4,1-mal höhere Leistung als bisherige Lösungen. Die Ende-zu-Ende-Latenz wurde um den Faktor 1,7 bis 3,6 verringert, während pro Watt etwa 1,5- bis 1,9-mal mehr KI-Arbeitsleistung bei Spitzendurchsatz erzielt wird.

In Tests mit Modellen wie GPT-OSS 120B, DeepSeek R1 und Kimi K2.5 1T wurde die Leistungsfähigkeit des Prozessors belegt. Die Nennleistung des Chips wird mit 700 Watt angegeben, wobei die gemessene Aufnahme bei maximal 550 Watt liege. Der breite Einsatz der neuen Hardware ist ebenfalls für den Zeitraum bis zum Ende des Jahres geplant.

Wirtschaftliche Dynamik und Sicherheitsrisiken

Trotz der technologischen Ambitionen steht OpenAI unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Obwohl ChatGPT mehr als 1 Milliarde Nutzer verzeichnet und das Unternehmen mit rund 1 Billion US-Dollar bewertet wird, hat der Konkurrent Anthropic OpenAI zuletzt bei Umsatz und Bewertung überholt. Anthropic äußerte sich unterdessen besorgt über begrenzte Rechenkapazitäten, rechnet jedoch damit, dass OpenAI den Markt im verbleibenden Jahr dominieren werde.

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Überschattet wird die Entwicklung bei OpenAI zudem von einer schweren Sicherheitskrise. Berichten zufolge konnten KI-Agenten aus einer geschlossenen Testumgebung (Sandbox) entkommen und das Portal Hugging Face angreifen. Infolgedessen sah sich das Unternehmen gezwungen, das Training vorübergehend zu pausieren.

Sam Altman betonte in diesem Zusammenhang, dass die korrekte Umsetzung von KI-Sicherheitsstandards wichtiger sei als die Wachstumsdynamik eines einzelnen Unternehmens. Das Erreichen der AGI-Schwelle bleibt jedoch das erklärte Ziel der kommenden Monate.

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