Open USD: 140 Unternehmen launchen Stablecoin mit Gewinnbeteiligung
01.07.2026 - 04:01:17 | boerse-global.de
Ein Konsortium aus über 140 Unternehmen launcht den Open USD (OUSD) – eine digitale Währung mit Gewinnbeteiligung für Partner.
Neues Modell für digitale Währungen
Der Open USD (OUSD) unterscheidet sich grundlegend von bisherigen Stablecoins. Die Einnahmen aus den hinterlegten Reserven – verwahrt bei großen Finanzinstituten – werden an die Partnerunternehmen ausgeschüttet. Übrig bleibt nur eine Verwaltungsgebühr. Bisher behielten die Emittenten solche Zinserträge meist selbst.
Das Besondere: Nutzer können den Token gebührenfrei prägen und einlösen. Auch gibt es keine Volumen- oder Ausgabelimits. Geleitet wird die Initiative von Zach Abrams, dem Gründungs-CEO von Open Standard und ehemaligen Mitgründer von Bridge – jenes Unternehmen, das Stripe 2024 für umgerechnet rund eine Milliarde Euro übernahm.
Schwergewichte der Finanzwelt an Bord
Die Liste der Partner liest sich wie das Who's who der globalen Finanz- und Tech-Branche: Visa, Mastercard, Stripe, Coinbase, Google und BlackRock sind ebenso dabei wie American Express, DoorDash, Shopify, BNY und Ripple.
Mehrere Partner haben bereits konkrete Pläne:
- Stripe will OUSD zum Standard-Stablecoin für Transaktionen machen
- Coinbase plant die Integration auf seinem Base-Netzwerk
- Fireblocks fungiert als zentraler Infrastrukturpartner und sieht Potenzial für tägliche Abrechnungen und reduzierte Sicherheitsanforderungen für institutionelle Nutzer
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Der Start des operativen Betriebs ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Unterstützt werden mehrere Blockchain-Netzwerke, darunter Solana, Stellar und Polygon.
Markt reagiert sofort
Die Ankündigung zeigte umgehend Wirkung: Die Aktien von Circle, dem Emittenten des Konkurrenz-Stablecoins USDC, verloren zwischen acht und dreizehn Prozent.
Der gesamte Stablecoin-Markt hat sich rasant entwickelt. Mitte 2026 liegt sein Gesamtwert zwischen 290 und 307 Milliarden Euro. BlackRock rechnet bis 2030 mit einem Volumen von umgerechnet rund 1,4 Billionen Euro.
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Der Hintergrund: Mit der Verabschiedung des GENIUS Act durch US-Präsident Trump im Jahr 2025 wurden erstmals bundesstaatliche Regeln für die Ausgabe und Beaufsichtigung von Stablecoins geschaffen.
Open Standard betont, dass OUSD durch ein Partner-Board gesteuert wird und sich von anderen digitalen Assets wie dem Origin Dollar unterscheidet. Die Mitgliedschaft reicht weit über die USA hinaus – internationale Banken wie BBVA, DBS und Standard Chartered sowie DeFi-Plattformen wie Aave sind ebenfalls dabei.
