Online-Shopping, Zollfreigrenze

Online-Shopping wird teurer: EU schafft Zollfreigrenze ab Juli ab

06.06.2026 - 05:39:59 | boerse-global.de

Die Sparquote in Deutschland fällt auf 10,2 Prozent, während steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen die Haushaltskassen belasten.

Deutsche Sparquote sinkt: Energiekosten und Krisen belasten Haushalte
Online-Shopping - Hände zählen Euromünzen und Banknoten auf einem Holztisch, symbolisierend Budgetplanung und Sparen. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Analysen der DZ Bank zeigen: 2024 lag die Sparquote noch bei 11,2 Prozent, 2025 bei 10,3 Prozent. Jetzt sinkt sie weiter. Verantwortlich sind vor allem die gestiegenen Energiepreise im Zuge des Iran-Konflikts und der Sperrung der Straße von Hormus.

Experten sprechen von erzwungenem Konsum. Haushalte müssen mehr Geld für Fixkosten ausgeben. Das private Geldvermögen wuchs nur um 3,2 Prozent auf 10,2 Billionen Euro – ein langsamerer Zuwachs als in den Vorjahren. Die Inflationsrate liegt 2026 bei 3,2 Prozent, für 2027 erwarten Analysten 3,1 Prozent.

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Neue Regeln für Online-Shopping

Auch beim Einkaufen ändern sich die Bedingungen. Lidl führt seit dem 5. Juni ein neues Rabattsystem in seiner App ein. Pro Euro Umsatz gibt es einen Sammelpunkt, 248 Prämien stehen zur Auswahl. Kritik gibt es an der fehlenden Übersicht und fehlenden Filtern.

Deutlich teurer wird der Einkauf bei internationalen Plattformen. Die EU schafft zum 1. Juli die Zollfreigrenze für Sendungen unter 150 Euro ab. Betroffen sind vor allem Bestellungen bei Temu oder Shein. Pro Sendung fallen künftig pauschal 3 Euro Zoll an, plus Einfuhrumsatzsteuer von 19 oder 7 Prozent. Ziel: den europäischen Binnenhandel stärken.

Rücklagen für den Ernstfall

Immobilienbesitzer und Mieter sollten sich gegen Einkommensausfälle absichern. Die Finanzexpertin Jennifer Radke von der Bausparkasse Schwäbisch Hall empfiehlt Rücklagen von drei bis sechs Monatsraten. Zur Absicherung von Baukrediten nennt sie Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen. Bei Engpässen helfen Stundungen oder ein Wechsel des Tilgungssatzes.

Besonders betroffen sind Rentner. Rund 15 Prozent der Rentenbezieher – etwa 3,3 Millionen Menschen – gelten als armutsgefährdet, ihr Nettoeinkommen liegt unter 1380 Euro. Staatliche Hilfen wie die Grundsicherung mit 563 Euro Regelsatz oder das Wohngeld plus (durchschnittlich 370 Euro) können entlasten. Auch der Grundrentenzuschlag hilft.

Digitaler Minimalismus als Trend

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Weniger Internet könnte das Budget schonen. Die Postbank Digitalstudie 2026 zeigt: Die durchschnittliche Internetnutzung sank auf 67,4 Stunden pro Woche. Besonders bei den unter 40-Jährigen plant fast jeder Dritte, die Nutzungszeit weiter zu reduzieren.

Gleichzeitig steigen die Kosten für digitale Dienste. Meta führt im Juni 2026 Bezahlmodelle für Facebook, Instagram und WhatsApp in Österreich ein. Die Basisversionen bleiben kostenlos, für werbefreie Plus-Versionen werden monatlich zwischen 2,60 und 3,40 Euro fällig.

Experten warnen zudem vor finanziellen Risiken durch soziale Medien. Auf TikTok werben Influencer zunehmend für gefälschte Markenkleidung. Neben minderwertiger Ware drohen den Beteiligten strafrechtliche Konsequenzen wegen Geldwäsche und zivilrechtliche Schadensersatzforderungen.

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