Online-Entzug: Zwei Wochen ohne Internet verjüngen das Gehirn um zehn Jahre
05.06.2026 - 10:09:14 | boerse-global.de
Weniger Internet, mehr Konzentration: Eine kanadische Studie zeigt, dass ein zweiwöchiger Online-Entzug das Gehirn um Jahre verjüngen kann. Gleichzeitig locken Krankenkassen mit hohen Zuschüssen für Präventionskurse.
Digitaler Entzug als kognitiver Jungbrunnen
Forschende der Universität Alberta haben 467 Probanden zwei Wochen lang auf mobiles Internet verzichten lassen. Das Ergebnis: Die tägliche Online-Zeit sank von durchschnittlich 314 auf 161 Minuten. Bei 91 Prozent der Teilnehmer verbesserte sich die Aufmerksamkeit deutlich.
Die Wissenschaftler setzen diesen Effekt mit einer kognitiven Verjüngung um etwa zehn Jahre gleich. Noch beeindruckender: Die Reduzierung depressiver Symptome war in diesem Zeitraum vergleichbar mit den Effekten einer kognitiven Verhaltenstherapie.
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Krankenkassen zahlen bis zu 300 Euro
Wer seine mentale Gesundheit stärken will, bekommt dafür finanzielle Unterstützung. Die gesetzlichen Krankenkassen fördern zertifizierte Präventionskurse mit dem ZPP-Siegel. Die jährlichen Zuschüsse variieren je nach Versicherer:
- Techniker Krankenkasse: bis zu 300 Euro
- BARMER: 150 bis 200 Euro
- IKK classic: bis zu 180 Euro
- Knappschaft: bis zu 160 Euro
- DAK: 150 Euro
Die Auszahlung erfolgt nach Kursabschluss gegen Vorlage der Teilnahmebescheinigung und Rechnung. Gefördert werden Kurse in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Suchtprävention.
Von Lamawanderung bis Slackline
Das Kursangebot ist vielfältig. In Bernau bei Berlin starten im Juni 2026 Kurse für Sanfte Gymnastik, Pilates und modernen Ausdruckstanz. Die Volkshochschule St. Ingbert bietet Workshops zum Thema „Mental Load“ sowie Veranstaltungen zu Ayurveda und Slackline-Training.
Ein ungewöhnlicher Ansatz findet sich in Gelsenkirchen: Dort gibt es meditative Lamawanderungen für Erwachsene im Gesundheitspark Nienhausen. Die dreistündigen Einheiten nutzen die Interaktion mit Tieren zur Entschleunigung.
Bewegung als soziales Event
Auch Großveranstaltungen fördern die Gesundheit. Anfang Juni nahmen in Frankfurt am Main rund 63.000 Menschen aus etwa 2.300 Unternehmen am J.P. Morgan Lauf teil. Neben dem Sport flossen Spenden von über 100.000 Euro an die Laureus-Stiftung und die Deutsche Behindertensportjugend.
Prävention für Azubis und Lehrer
Besonders im Fokus: die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) für Auszubildende. Krankenkassen finanzieren zertifizierte Maßnahmen in Stressmanagement und Bewegung – auch betriebsübergreifend für kleinere Unternehmen.
Für Lehrkräfte gibt es spezielle Unterstützung: Im Juni 2026 findet in Frankfurt ein Workshop zur kollegialen Fallberatung statt. Der MINTMachtag in Gelnhausen Mitte Juni setzt auf spielerische Gesundheitsförderung für Kinder. Mit Teddybären-Klinik und Bewegungsparcours sollen schon die Kleinsten für das Thema sensibilisiert werden.
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