Online-Apotheken, Postsendungen

Online-Apotheken: 80 Prozent der Postsendungen sind Fälschungen

Veröffentlicht am: 08.07.2026 um 23:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Behörden warnen vor massiven Gesundheitsrisiken durch gefälschte Arzneimittel und Kondome aus dem Internet.

Gefälschte Medikamente: 80% der Online-Bestellungen sind Plagiate
Nahaufnahme von Medikamentenpackungen mit unscharfen, verzerrten Etiketten und einem digitalen Vorhängeschloss, das Produktfälschungen symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Behörden schlagen Alarm: Gefälschte Potenzmittel, wirkungslose Sonnencremes und unsichere Kondome überschwemmen den Markt.

Hohe Fälschungsquote alarmiert Behörden

Das Regierungspräsidium Karlsruhe und das Hauptzollamt haben 2025 rund 1.700 verdächtige Postsendungen untersucht. Das Ergebnis ist erschreckend: Rund 80 Prozent waren Fälschungen. Die Plagiate sind optisch kaum noch von den Originalen zu unterscheiden.

Wer rezeptpflichtige Medikamente ohne Verordnung bestellt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Bußgelder können bis zu 25.000 Euro betragen. Bei Fälschungen drohen sogar Strafverfahren – von Geldstrafen bis zu mehrjährigen Haftstrafen, besonders bei gewerbsmäßigem Handel.

Gesundheitsrisiken durch giftige Inhaltsstoffe

Die gefälschten Präparate enthalten oft nicht die angegebene Wirkstoffmenge oder sind völlig wirkungslos. In manchen Fällen mischen die Hersteller sogar gesundheitsgefährdende Substanzen bei. Das CRM Centrum für Reisemedizin warnt besonders vor Käufen in Südostasien sowie Zentral- und Westafrika.

Auch Sonnenschutzmittel von asiatischen Online-Plattformen fallen durch. Laboranalysen zeigten: In Stichproben fehlten jegliche UV-Filter. In mehreren Produkten fand sich der verbotene UV-Filter 4-MBC, der seit dem 1. Mai 2026 in der EU nicht mehr verwendet werden darf.

Gefälschte Kondome aus China beschlagnahmt

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80 Prozent der geprüften Postsendungen sind Fälschungen – mit teils giftigen Inhaltsstoffen. Bevor Sie Ihr nächstes Medikament online bestellen, sollten Sie wissen, wie Sie Fakes erkennen. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen die 5 wichtigsten Prüfschritte und listet offiziell registrierte Versandapotheken. Jetzt kostenlosen Schutzleitfaden anfordern

Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) deckte eine spektakuläre Route auf. Über 200.000 gefälschte Kondome aus China wurden in Rumänien, Serbien und Spanien beschlagnahmt. Die Produkte waren als Spielzeug deklariert. OLAF-Direktor Petr Klement warnt: Die Kondome erfüllen keine EU-Qualitätsvorgaben – sie bieten weder Schutz vor Infektionen noch vor ungeplanten Schwangerschaften.

KI treibt neue Betrugsmaschen an

Die Methoden der Betrüger werden immer raffinierter. Kriminelle nutzen künstliche Intelligenz, um Fakeshops in Suchergebnissen zu platzieren. Sie manipulieren Quellen in KI-basierten Suchsystemen und locken Nutzer auf gefälschte Verkaufsseiten bekannter Marken.

Die Polizei Köln verzeichnet seit dem 29. Juni 2026 einen Anstieg von Anzeigen zu Fakeshops für Klimaanlagen. Mit durchschnittlich zehn Meldungen pro Tag nutzen Betrüger gezielt saisonale Nachfragen aus.

So schützen Sie sich vor Fälschungen

Experten raten zu erhöhter Vorsicht beim Online-Kauf. Das EU-Sicherheitslogo für legale Versandapotheken zeigt ein weißes Kreuz auf grünem Grund. Achten Sie außerdem auf diese Punkte:

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Gefälschte Kondome, wirkungslose Sonnencremes, giftige Potenzmittel – der Online-Arzneimittelmarkt ist ein Minenfeld. Wer unbedacht bestellt, riskiert nicht nur seine Gesundheit, sondern auch hohe Bußgelder bis zu 25.000 Euro. Unser Report hilft Ihnen, sicher einzukaufen und im Betrugsfall richtig zu reagieren. Sicherheits-Report jetzt kostenlos sichern

  • Kaufen Sie nur bei offiziell registrierten Händlern und Apotheken
  • Prüfen Sie die Verpackung auf Rechtschreibfehler oder beschädigte Siegel
  • Bevorzugen Sie original verschlossene Blisterpackungen
  • Seien Sie skeptisch bei extremen Rabatten oder fehlender Rezeptpflicht
  • Kontrollieren Sie die Shop-URL und das Impressum

Bei Betrugsverdacht: Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank, sichern Sie Belege und erstatten Sie Strafanzeige.

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