OnePlus: Verkauf in Europa und Nordamerika eingestellt
Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 06:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das gab das Unternehmen am Donnerstag, 16. Juli 2026, bekannt. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung zusammen mit dem Partnerunternehmen Oppo. Für deutsche und europäische Kunden bedeutet das: Keine neuen OnePlus-Modelle mehr – zumindest vorerst.
Software-Support läuft weiter – aber mit neuem Betriebssystem
Bestehende Geräte sollen weiterhin Updates und Sicherheitspatches erhalten. Auch der Kundendienst und die Garantieabwicklung bleiben vorerst bestehen. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: OnePlus verabschiedet sich von seiner eigenständigen Benutzeroberfläche OxygenOS. Mit dem Update auf Android 17 kommt stattdessen Oppos ColorOS zum Einsatz.
Für die meisten Nutzer wird die Umstellung automatisch erfolgen. Wer lieber bei der gewohnten Oberfläche bleiben möchte, kann das Update allerdings ablehnen – ein Zurücksetzen soll möglich sein. Die OnePlus-Community-Plattform in den USA wird am 16. August 2026 abgeschaltet.
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Harte Konkurrenz und Lieferengpässe als Auslöser
Der Rückzug kommt nicht überraschend. OnePlus hatte in den USA und Europa zuletzt schwer gegen die Konkurrenz zu kämpfen. Marktführer wie Samsung und Apple sowie Motorola und Google ließen dem Hersteller kaum Raum. Hinzu kamen anhaltende Lieferengpässe bei wichtigen Komponenten, die die Entscheidung beschleunigt haben dürften.
Das letzte Flaggschiff für den westlichen Markt war das OnePlus 15, das Ende 2025 auf den Markt kam. Nun konzentriert sich das Unternehmen auf seine Kernmärkte: China und Indien. In Indien betreibt OnePlus mehr als 600 Service-Center – der Geschäftsbetrieb dort läuft unverändert weiter.
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Ungewisse Zukunft – auch in Indien?
Doch wie lange noch? Analysten spekulieren bereits über einen vollständigen Rückzug aus Indien bis 2027. Offiziell bestätigt ist das nicht. Fest steht: Außerhalb Chinas und Indiens wird OnePlus vorerst keine neuen Geräte mehr auf den Markt bringen. Ob die Marke langfristig überlebt, bleibt abzuwarten.
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