OnePlus-Garantie: Gutscheine statt Reparatur – Verbraucher alarmiert
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 22:25 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Betroffene Kunden berichten von einem fragwürdigen Umgang mit defekten Geräten.
Wer seine OnePlus Buds Pro 2 oder ein Schnellladegerät zur Reparatur einschickt, bekommt oft weder ein repariertes noch ein neues Gerät zurück. Stattdessen bietet das Unternehmen Gutscheine an – im Wert von 100 Euro, in Einzelfällen sogar bis zu 199 Euro.
Doch die Gutscheine sind mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Sie gelten ausschließlich im herstellereigenen Online-Shop, lassen sich nicht mit anderen Rabatten kombinieren und verfallen bereits nach einem Monat. Das Problem: Die europäischen Shops von OnePlus haben derzeit kaum Lagerbestände. Für viele Betroffene wird die Einlösung damit faktisch unmöglich.
Verbraucherschützer alarmiert
Beobachter sehen einen Trend: OnePlus reduziert seine Präsenz in Europa und konzentriert sich verstärkt auf Indien und China. Langfristig soll auch das beliebte Betriebssystem OxygenOS durch ColorOS ersetzt werden. Erste betroffene Kunden planen bereits Beschwerden beim Europäischen Verbraucherzentrum.
Erfolg gegen Produktfälschungen
Während OnePlus mit Garantieproblemen kämpft, meldet die europäische Antibetrugsbehörde OLAF einen Erfolg: Mehr als 200.000 gefälschte Kondome wurden in Europa beschlagnahmt. Die Ware stammte aus China und war als Spielzeug deklariert.
Die Schmuggelroute führte nach Rumänien, Serbien und Spanien. Der Marktwert der Sicherstellung liegt bei über 200.000 Euro. OLAF-Direktor Petr Klement warnt vor den erheblichen Gesundheitsrisiken solcher Fälschungen. Die Exporteure der illegalen Ware konnten bereits identifiziert werden.
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Betrug bei Technik und Lebensmitteln
Auch auf großen Handelsplattformen nehmen Täuschungen zu. Ein Käufer bestellte ein Tablet und erhielt ein Gerät der Marke „HUIWEI“ – eine offensichtliche Kopie des Huawei-Logos und -Namens. Da der Betrug oft erst nach Ablauf der Rückgabefrist auffällt, bleiben Verbraucher häufig auf dem Schaden sitzen.
Im Lebensmittelbereich zeigen Tests alarmierende Ergebnisse. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) untersuchte Waldheidelbeer-Proben. Rund 50 Prozent der Produkte waren gefälscht. In Kapseln fand sich statt der Frucht oft schwarzer Reis, Säften wurden künstliche Farbstoffe beigemischt.
Milliardenmarkt Fälschungen
Der weltweite Handel mit Plagiaten ist ein riesiges Geschäft. Ein OECD-Bericht bezifferte das Volumen für 2025 auf rund 467 Milliarden US-Dollar. Unternehmen setzen zunehmend auf technologische Gegenmaßnahmen. Der Dentalhersteller Ivoclar führt etwa ein Verifizierungsprogramm mit QR-Codes ein, um Kunden vor Graumarktware zu schützen.
Neue Gefahren durch KI
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Betrüger nutzen zunehmend KI-Systeme wie ChatGPT, um manipulierte Quellen zu platzieren. Diese locken Nutzer auf gefälschte Online-Shops. Die Betreiber der KI-Modelle versuchen gegenzusteuern, indem sie betrügerische Websites aus den Suchergebnissen entfernen.
Ein weiteres Urteil betrifft die Halbleiterindustrie: Die US-Handelskommission ITC verhängte ein Importverbot gegen Innoscience. Dessen Galliumnitrid-Produkte (GaN) verletzen Patente von Infineon. Ähnliche Urteile waren bereits in Deutschland ergangen.
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