OneDrive-Schutz: Microsoft blockiert Screenshots ab August – nur im Edge
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 17:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern will sensible Dokumente in OneDrive und SharePoint besser schützen – der Haken: Die Funktion läuft nur im Edge-Browser.
Microsoft plant eine neue Sicherheitsfunktion, die das Abfotografieren geschützter PDF-Dokumente in OneDrive und SharePoint unterbindet. Die Einschränkung soll ab August 2026 schrittweise ausgerollt werden – allerdings ausschließlich im Microsoft Edge-Browser.
Wie der Schutz funktioniert
Die neue Technik setzt auf Microsoft Purview Information Protection (MIP)-Labels. Wird ein Dokument mit einem Label versehen, das Bildschirmaufnahmen verbietet, blockiert der Web-Reader von OneDrive und SharePoint entsprechende Versuche automatisch. Das Ziel: Unternehmen sollen vertrauliche Informationen besser vor Datenabflüssen schützen können, indem geschützte Inhalte nicht mehr einfach über System- oder Browser-Screenshots kopiert werden.
Angekündigt wurde die Neuerung Ende Juni 2026, Mitte Juli folgte ein Update der technischen Dokumentation. Microsoft erwartet, dass die Funktion bis Ende August 2026 für alle Geschäftskunden verfügbar sein wird.
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Nur Edge, nur eingeschränkt
Die Sicherheitslücke ist offensichtlich: Der Screenshot-Schutz greift ausschließlich im Edge-Browser. Greifen Nutzer über andere Browser auf dieselben geschützten Dateien zu, können sie weiterhin Bildschirmaufnahmen machen – die entsprechenden Anwendungen setzen die MIP-Label-Beschränkungen derzeit nicht durch.
Als Gegenmaßnahme können Administratoren den Datei-Download für sensible Dokumente komplett deaktivieren. So bleiben die Daten in der verwalteten Web-Umgebung, wo die Sicherheitslabels strenger überwacht werden können.
Mehr Sicherheitswerkzeuge in Planung
Die Screenshot-Sperre ist Teil einer größeren Sicherheitsoffensive. Microsoft führt parallel sogenannte Endpoint Data Loss Prevention (DLP)-Ereignisabfragen in seiner Data Security Investigations-Plattform ein. Diese Funktion befindet sich seit dem Frühsommer in der öffentlichen Vorschau und soll ebenfalls im August 2026 allgemein verfügbar werden. Administratoren erhalten damit feinere Werkzeuge, um DLP-Vorfälle abzufragen und zugehörige Dateien unternehmensweit zu analysieren – sowohl auf Endgeräten als auch in der Cloud.
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Die neue Funktion wird von Microsoft als wichtiger Schritt zur Stärkung der Data Loss Prevention vermarktet, auch wenn die Browser-Beschränkung vorerst eine Hürde für eine lückenlose Durchsetzung bleibt.
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