OneDrive, Microsoft

OneDrive: Microsoft startet KI-Umbenennung für Dateien ab Juni

03.06.2026 - 15:11:14 | boerse-global.de

Microsofts neue KI-Funktion „Copilot Suggested Rename" analysiert Dokumente und generiert passende Dateinamen für OneDrive-Nutzer.

OneDrive: Microsoft startet KI-Umbenennung für Dateien ab Juni - Bild: über boerse-global.de
OneDrive: Microsoft startet KI-Umbenennung für Dateien ab Juni - Bild: über boerse-global.de

OneDrive-Nutzer erhalten ab Juni 2024 Unterstützung bei der Dateiorganisation – per Künstlicher Intelligenz.

Microsoft rollt im Juni 2026 eine neue KI-Funktion für OneDrive aus, die Dateien automatisch passende Namen vorschlägt. Das Feature namens „Copilot Suggested Rename" analysiert den Inhalt eines Dokuments und generiert drei beschreibende Titel. Schluss mit kryptischen Bezeichnungen wie „Endversion_final_3.docx".

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So funktioniert die intelligente Umbenennung

Die neue Funktion, hinterlegt unter der Microsoft-365-Roadmap-ID 564909, durchsucht die Daten einer Datei und schlägt drei aussagekräftige Namen vor. Ziel ist es, generische oder nichtssagende Dateinamen durch klare Alternativen zu ersetzen, die den tatsächlichen Inhalt widerspiegeln.

In der ersten Phase steht das Feature ausschließlich in der Webversion von OneDrive zur Verfügung. Unterstützt werden gängige Formate: Word-Dokumente (DOCX), PowerPoint-Präsentationen (PPTX), Excel-Tabellen (XLSX), PDFs, Markdown-Dateien sowie verschiedene Bildformate.

Nutzer begegnen den Vorschlägen auf zwei Wegen: Beim manuellen Umbenennen erscheint ein Dialogfenster mit den drei KI-generierten Optionen. Zusätzlich zeigt das System nach dem Hochladen einer unterstützten Datei sogenannte „Toast"-Benachrichtigungen mit Namensvorschlägen an.

KI-Offensive im Microsoft-365-Universum

Die Einführung von „Copilot Suggested Rename" ist Teil einer größeren KI-Offensive. Auf der Build-2024-Konferenz am 2. Juni 2024 kündigte Microsoft „Scout" an – einen ständig aktiven KI-Agenten für Microsoft 365. Scout arbeitet im Hintergrund auf Plattformen wie OneDrive, SharePoint, Teams und Outlook und erledigt eigenständig Aufgaben wie Datenanalyse und Dokumentenverwaltung.

Während die Umbenennungsfunktion bereits diesen Monat startet, soll Scout im vierten Quartal 2026 in die private Vorschau gehen. Ein öffentlicher Beta-Test ist für Mitte 2027 geplant. Bereits am 16. Juni 2026 macht Microsoft zudem seine Work-IQ-APIs allgemein verfügbar. Diese Schnittstellen erlauben Agenten eine tiefere Interaktion mit dem Organisationswissen und dem persönlichen Gedächtnis innerhalb der Microsoft-365-Umgebung.

Bessere Suche und Organisation

Das Update fällt mit weiteren Verbesserungen zusammen. Windows 11 testet derzeit in Insider-Builds eine „Search by Substring"-Funktion. Sie erlaubt die Suche nach Dateien anhand von Namens- oder Inhaltsfragmenten – nicht nur nach dem Wortanfang.

Für noch tiefere Dateianalysen kann Copilot bereits jetzt zwei Dateien direkt aus dem Datei-Explorer vergleichen. Nutzer wählen die Dateien aus, nutzen die „Ask Copilot"-Funktion und erhalten Tabellen mit Unterschieden bei Daten, Summen oder spezifischen Anforderungen.

Auch außerhalb von Microsoft wächst der Markt für KI-gesteuerte Dateiorganisation. Plattformen wie The Drive AI bieten automatisierte Dateiverwaltung für spezifische Branchen wie Buchhaltung und Rechtswesen. Diese Systeme lesen ebenfalls Dateiinhalte, statt sich auf vorhandene Dateinamen zu verlassen.

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Technische Hürden und bekannte Probleme

Trotz der Fortschritte bei der Namensgebung berichten Nutzer von anhaltenden Problemen mit Dateinamen-Konventionen in der bestehenden OneDrive-Umgebung. Bestimmte Microsoft-365-Apps ändern demnach Zeichen in Dateinamen – etwa die Ersetzung von „#" durch „^N" – beim Öffnen von Vorlagen auf OneDrive.

Microsoft führt dieses Verhalten auf die „Automatische Dateibenennung" in seinen Anwendungen zurück. Das Unternehmen gibt zudem weiterhin Hinweise zu Synchronisationsproblemen auf Laptops und rät zur regelmäßigen Überprüfung von Speicherkontingenten und Dateiberechtigungen.

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