OneDrive-Fotos-App, Microsoft

OneDrive-Fotos-App: Microsoft bestätigt Fehler auf Firmen-PCs

Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 00:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft verteilte die neue OneDrive-Fotos-App ungewollt auf verwalteten Firmenrechnern. Eine separate Deinstallationsoption soll in einem künftigen Update nachgereicht werden.

Microsoft installiert OneDrive-Fotos-App versehentlich auf Firmen-PCs
Ein moderner Laptop-Bildschirm mit der Windows-11-Oberfläche, symbolisiert Cloud-Software und Systemverwaltung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat versehentlich die neue OneDrive-Fotos-App auf verwalteten Firmenrechnern installiert. Der Konzern bestätigte nun, dass die automatische Verteilung für Privatnutzer gewollt war – nicht aber für Unternehmens-PCs.

Der Software-Riese reagiert damit auf wachsende Kritik an der jüngsten Windows-11-Aktualisierung. Besonders brisant: Die neue Anwendung lässt sich derzeit nicht separat deinstallieren. Wer die Fotos-App entfernen möchte, muss den gesamten OneDrive-Synchronisationsclient löschen. Microsoft kündigte an, in einem künftigen Update eine eigenständige Deinstallationsoption nachzureichen.

Datenschutz: Gesichtserkennung nur in der Cloud

Die neuen Funktionen zur Gesichtserkennung sorgen derweil für Diskussionsbedarf. Microsoft stellte klar: Die Gruppierung von Gesichtern erfolgt ausschließlich in der Cloud und betrifft nur Fotos, die in OneDrive gespeichert sind. Lokale Dateien auf dem Gerät werden nicht analysiert.

Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und erfordert eine ausdrückliche Zustimmung der Nutzer. Zudem betont der Konzern, dass die dabei entstehenden Daten nicht für das Training künstlicher Intelligenz verwendet werden. Wer die Funktion nach der Aktivierung wieder abschaltet, kann damit rechnen, dass die zugehörigen Daten binnen 30 Tagen gelöscht werden.

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Windows 11: Weniger Speicher, mehr Effizienz

Die Aktualisierung reiht sich ein in eine Serie von Anpassungen bei Windows 11. So hat Microsoft am 7. August auch Support-Dokumente entfernt, die bislang 32 Gigabyte Arbeitsspeicher für Gaming empfohlen hatten. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, den Speicherbedarf des Betriebssystems zu senken – insbesondere für Geräte mit 8 Gigabyte RAM.

Beobachter sehen darin eine Angleichung an die Ausstattung aktueller Surface-Notebooks. Auch die steigenden Preise auf dem DRAM-Markt dürften eine Rolle spielen. Für deutsche Verbraucher, die sich angesichts hoher Hardwarekosten für ein Basismodell entscheiden, ist das eine gute Nachricht: Windows 11 soll künftig auch mit weniger Arbeitsspeicher flüssig laufen.

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Infrastruktur: Updates für Server-Umgebungen

Parallel zu den sichtbaren Änderungen arbeitet Microsoft im Hintergrund an der technischen Basis. Aktuelle Patches für die Automatisierungssoftware WinCC OA in den Versionen 3.20 und 3.21 bringen nun Unterstützung für Windows Server 2025. Rund 70.000 automatisierte Tests laufen dabei täglich, um die Stabilität der Plattform zu gewährleisten.

Für Administratoren, die sichere Kommunikation in diesen Umgebungen verwalten, wurden zudem aktualisierte Richtlinien zur Erstellung von SSL-Zertifikaten für mxProxy und HTTP-Verkehr veröffentlicht. Die Sicherheitsempfehlungen sehen vor, Standardzertifikate im Produktivbetrieb durch individuelle Root- und Host-Zertifikate zu ersetzen.

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