OneDrive, Microsoft

OneDrive ab Juli: Microsoft löscht ungenutzten Speicher nach 365 Tagen

10.06.2026 - 17:26:36 | boerse-global.de

Microsoft verschärft die Regeln für ungenutzte OneDrive-Konten. Nach einem Jahr droht die endgültige Löschung aller gespeicherten Daten.

Microsoft OneDrive: Neue Löschregeln für inaktive Konten ab Juli 2026
OneDrive - A stylized cloud icon with a padlock, symbolizing data security and restricted access. Digital data streams flow through the cloud. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Betroffen sind sowohl Business- als auch Privatabonnements.

Der Cloud-Riese zieht die Zügel an: Wer sein OneDrive-Konto nicht mehr aktiv nutzt oder die Lizenz verfallen lässt, muss mit dem Verlust aller Daten rechnen. Die neue Richtlinie gilt für OneDrive for Business sowie für Personal- und Family-Abonnements.

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Drei Stufen bis zur endgültigen Löschung

Der Prozess folgt einem klaren Zeitplan. Sobald ein Konto als unlizenziert erkannt wird, haben Nutzer zunächst 60 Tage Zeit zu reagieren. In dieser Phase wird der Account in den Nur-Lese-Modus versetzt – vorhandene Dateien bleiben sichtbar, aber weder Änderungen noch Uploads sind möglich.

Nach 93 Tagen ohne Lizenz wandern die Daten in ein Archiv. Die letzte Stufe folgt nach einem Jahr: Nach 365 Tagen löscht Microsoft alle gespeicherten Dateien endgültig. Das Unternehmen reagiert damit auf den wachsenden Speicherbedarf und will Kapazitäten für aktive Nutzer freihalten.

Office 2019 für Mac vor dem Aus

Parallel zu den OneDrive-Änderungen steht ein weiteres Update an: Am 13. Juli 2026 verlieren Office-2019-Programme auf dem Mac ihre volle Funktionalität. Grund ist der Ablauf eines Sicherheitszertifikats. Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote lassen sich dann zwar noch öffnen, aber nicht mehr bearbeiten oder speichern. Ein Umstieg auf Office 2024 oder ein Microsoft-365-Abonnement wird nötig.

Copilot-Rollout geht in die letzte Phase

Nach einer mehrmonatigen Pause zwischen Oktober 2025 und März 2026 setzt Microsoft nun den flächendeckenden Rollout von Microsoft 365 Copilot fort. Bis zum 1. Juli 2026 soll der KI-Assistent bei allen Nutzern installiert sein. IT-Administratoren können die Installation für ihre Organisation jedoch ablehnen.

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Rekord-Patchday im Juni

Erst am vergangenen Dienstag hatte Microsoft einen Rekord-Patchday durchgeführt. Über 200 Sicherheitslücken wurden geschlossen – so viele wie nie zuvor. Darunter kritische Schwachstellen im Windows-Kernel und HTTP.sys, die Angreifern die Ausführung von Schadcode aus der Ferne ermöglicht hätten.

Besonders brisant: Die als GreenPlasma und MiniPlasma bekannten Zero-Day-Lücken erlaubten es, Systemrechte zu erlangen. Eine weitere Schwachstelle namens YellowKey umging den BitLocker-Schutz bei physischem Zugriff. Sicherheitsforscher hatten die Probleme öffentlich gemacht.

Der Windows-11-Update vom 9. Juni brachte zudem Leistungsverbesserungen: Ein neues Niedriglatenz-Profil beschleunigt UI-Interaktionen und Programmstarts. Der Task-Manager zeigt jetzt außerdem die Auslastung von Neural Processing Units (NPUs) pro Anwendung an.

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