On-Device-KI: RAM-Preise steigen bis zu 83 Prozent, Server bleiben nötig
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 17:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deAktuelle Analysen zeigen deutliche Leistungsgrenzen bei der Ausführung künstlicher Intelligenz direkt auf mobilen Endgeräten. Während bestimmte Basisfunktionen wie die reine Audiotranskription selbst im Flugmodus ohne Internetverbindung stabil funktionieren, bleiben anspruchsvollere Aufgaben wie Textzusammenfassungen und Übersetzungen auf Oberklasse-Smartphones häufig auf externe Server angewiesen.
Hardwaregrenzen und steigende Speicherpreise
Die Leistungsfähigkeit von On-Device-KI hängt maßgeblich von den verfügbaren Hardware-Ressourcen ab, da ein Sprachmodell für die lokale Ausführung vollständig im Arbeitsspeicher gehalten werden muss.
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens TrendForce sind die Preise für mobilen Arbeitsspeicher im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum ersten Quartal drastisch gestiegen: Bei LPDDR5X-Speicher lag das Plus zwischen 78 und 83 Prozent, während LPDDR4X um 70 bis 75 Prozent teurer wurde.
Als Folge dieser Preisdynamik statten Smartphone-Hersteller ihre Spitzenmodelle überwiegend mit 12 GByte RAM aus, während 16 GByte seltener verbaut werden. In der Mittelklasse dominieren 8 GByte, im Einstiegssegment rund 4 GByte.
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Eine Untersuchung von pcmag.com hält fest, dass lokale Modelle mit etwa drei Milliarden Parametern auf Geräten wie dem iPhone 18 Pro oder dem Pixel 11 mit 12 GByte RAM primär für einfachere Textkorrekturen ausgelegt sind.
Komplexere Anfragen werden automatisch an Serverstrukturen wie Apples Private Cloud Compute oder Googles Gemini Cloud weitergeleitet. Ohne aktive Datenverbindung entfallen weitergehende agentische Funktionen vollständig.
Apples Sprachassistent und funktionale Hürden
Bei Apple ist Siri AI seit dem 14. September innerhalb von iOS 27 regulär nur in englischer Sprache verfügbar. Für Oktober wurden fünf zusätzliche Sprachen angekündigt, Deutsch zählte jedoch nicht dazu. Auf dem iPhone und dem iPad innerhalb der Europäischen Union fehlt Siri AI aufgrund der Auslegung des Digital Markets Act vollständig.
In Testversionen von iOS 27 erfasst Siri AI über das App-Intents-Framework den persönlichen Nutzungskontext sowie Bildschirminhalte, um Aktionen innerhalb von Anwendungen auszulösen. Unterstützen Programme diese Schnittstellen nicht, bleibt der Funktionsumfang eingeschränkt. Zudem erfordert das Risiko von Prompt Injections strikte Sicherheitsberechtigungen und manuelle Bestätigungen.
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Für die Apple Watch sind spätere Beta-Funktionen vorgesehen: Live Rewind soll die letzten 15 Sekunden gesprochener Sprache als Text anzeigen, gesichert über den hardware-isolierten Secure Exclave. Siri Recap soll Gesprächszusammenfassungen über Private Cloud Compute erstellen.
