Omarchy M: Linux-Installer für M1 und M2 Macs angekündigt
Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 11:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Team um David Heinemeier Hansson hat einen nativen Mac-Installer für sein Arch-basiertes Linux-System vorgestellt: Omarchy M soll das mit der Fensterumgebung Hyprland ausgestattete Betriebssystem künftig auch auf Apple-Silicon-Rechnern lauffähig machen, wie tbreak.com berichtete. Als erstes Ziel für die Unterstützung nennt das Projekt die Chip-Generationen M1 und M2 einschließlich der Pro- und Max-Varianten.
Was der Installer leisten soll
Laut dem Bericht ist ein signiertes Release geplant, das eine Partitionierung der Festplatte sowie einen Dual-Boot-Betrieb parallel zu macOS ermöglichen soll. Nutzer sollen also nicht zwingend zwischen den Betriebssystemen wählen müssen, sondern beide auf demselben Gerät installieren können.
Zu den weiteren angekündigten Funktionen zählt GPU-Support, der die Grafikleistung der Apple-Silicon-Chips unter Linux nutzbar machen soll. Ebenfalls vorgesehen ist eine Einbindung von Touch ID über die Secure Enclave der Macs – ein Punkt, der zeigt, dass das Projekt nicht nur grundlegende Kompatibilität, sondern auch tiefer integrierte Hardwarefunktionen anstrebt.
Monitore, Verschlüsselung und Machine Learning
Weitere geplante Bestandteile von Omarchy M sind laut tbreak.com die Unterstützung externer USB-C-Monitore sowie eine Festplattenverschlüsselung (Disk-Encryption). Damit adressiert das Projekt sowohl praktische Alltagsanforderungen an ein Arbeitssystem als auch Sicherheitsaspekte, die bei der Speicherung sensibler Daten relevant sind.
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Zusätzlich ist eine Anbindung von MLX über Vulkan vorgesehen. MLX ist ein von Apple entwickeltes Framework für maschinelles Lernen, das für die Chip-Architektur der Apple-Silicon-Prozessoren optimiert ist. Eine Unterstützung über Vulkan – eine plattformübergreifende Grafik- und Rechenschnittstelle – würde bedeuten, dass entsprechende Workloads auch unter dem Linux-System nutzbar werden sollen.
Testmöglichkeit über eigene App
Um Interessierten einen ersten Eindruck zu ermöglichen, hat das Team zudem eine Anwendung namens Try-Omarchy angekündigt, mit der sich das System testen lassen soll, bevor eine vollständige Installation erfolgt. Details zum genauen Funktionsumfang dieser Testmöglichkeit nannte der Bericht nicht.
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Kein Termin für den Marktstart
Ein konkretes Releasedatum für Omarchy M wurde bislang nicht genannt. Damit bleibt offen, wann die genannten Funktionen – von GPU-Support über Touch-ID-Integration bis hin zur MLX-Anbindung – tatsächlich in einer nutzbaren Version verfügbar sein werden.
Für Anwender, die bereits mit Arch-basierten Linux-Distributionen und der Hyprland-Umgebung vertraut sind, dürfte das Projekt dennoch von Interesse sein, da es eine der bislang wenigen Initiativen darstellt, ein solches System gezielt für Apple-Silicon-Hardware nutzbar zu machen und dabei auch hardwarenahe Funktionen wie Secure Enclave und externe Monitorunterstützung einzubinden.
