OM-1, Reward

OM-1: Reward AI trainiert Roboter nur mit Handbewegungen

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 03:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Reward AI trainiert sein OM-1 ausschließlich mit menschlichen Demonstrationen, erzielt präzise Bewegungen und hält die Technologie zunächst intern.

Reward AI präsentiert OM-1 für vielseitige Robotersteuerung
Ein technisches Labor mit einer präzisen Roboter-Arbeitsstation in einer hellen, sauberen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Das Technologieunternehmen Reward AI hat mit dem Omnibody Model 1 (OM-1) eine neue, universell einsetzbare Manipulationsstrategie für die Robotik präsentiert.

Wie aus Branchenberichten von Mitte September 2026 hervorgeht, zeichnet sich das Modell dadurch aus, dass es vollständig auf Basis menschlicher Demonstrationen trainiert wurde. Dabei verzichtete das Unternehmen nach eigenen Angaben sowohl auf die Fernsteuerung von Robotern (Teleoperation) als auch auf die Nutzung spezifischer Roboter-Datensätze während der Trainingsphase.

Einstufiges Training durch sensorbasierte Handschuhe

Der technologische Ansatz von Reward AI stützt sich auf ein einstufiges Trainingsverfahren. Die Datengrundlage wird dabei über einen speziellen, tragbaren Handschuh (sensorized glove) generiert, der über sieben Freiheitsgrade (7-DoF) verfügt. Dieser Wearable-Ansatz ermöglicht es, menschliche Handbewegungen direkt zu erfassen und in Steuerungsbefehle für automatisierte Systeme zu übersetzen.

Ein zentraler Aspekt der Entwicklung ist die Präzision der Bewegungserfassung. Durch den Einsatz von elektromagnetischem Tracking konnte die Genauigkeit signifikant gesteigert werden.

Laut den vorliegenden Daten sank der mittlere Überschwingfehler bei einer Bewegungsgeschwindigkeit von 67 cm/s um 60 %. Während visuell-inertiale Messmethoden unter diesen Bedingungen einen Fehler von 24,9 mm aufwiesen, reduzierte sich dieser Wert durch das elektromagnetische Tracking auf 9,5 mm.

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Hohe Lerneffizienz bei neuen Aufgabenstellungen

Neben der Präzision hebt die Entwicklung die Effizienz bei der Programmierung neuer Arbeitsabläufe hervor. Das System ist demnach in der Lage, eine neue Aufgabe innerhalb kürzester Zeit zu erlernen. Den Berichten zufolge sind dafür weniger als 30 Minuten an menschlichen Demonstrationsdaten erforderlich, um eine funktionale Manipulationsstrategie zu etablieren.

Diese kurze Lernphase deutet auf ein hohes Maß an Generalisierung innerhalb des OM-1-Modells hin, wodurch langwierige Programmierzyklen oder massives Datensampling für spezialisierte Einzelaufgaben entfallen könnten.

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Technologie bleibt vorerst intern

Obwohl die Leistungsdaten des Modells in Fachkreisen auf Interesse stoßen, ist eine breite Anwendung derzeit nicht vorgesehen. Reward AI verfolgt bei der Veröffentlichung eine restriktive Strategie: Bislang wurden weder Modellgewichte noch der zugrunde liegende Programmiercode oder die verwendeten Datensätze für die Öffentlichkeit freigegeben.

Auch eine Programmierschnittstelle (API), die externen Entwicklern den Zugriff auf die Funktionen von OM-1 ermöglichen würde, steht aktuell nicht zur Verfügung. Die Technologie verbleibt damit bis auf Weiteres in der internen Nutzung bei Reward AI und ist für den freien Markt nicht zugänglich.

Branchenbeobachter bewerten die Signalstärke der Entwicklung dennoch als hoch, da sie einen Weg aufzeigt, komplexe Robotersteuerung ohne die bisher üblichen, hardwarenahen Trainingsdaten zu realisieren.

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de | wissenschaft | 70102363 |